Auf die Frage nach der größten Bedrohung für den Staat Israel verweist eine klare Mehrheit der Israelis nicht auf Raketen oder ausländische Armeen – sondern auf Brüche innerhalb der eigenen Gesellschaft.
Laut dem im Dezember 2025 veröffentlichten Israelischen Gesellschaftsindex des Jewish People Policy Institute (JPPI) sehen 55 Prozent der israelischen Befragten soziale Polarisierung und innere Spaltung als die bedeutendste Gefahr für den Staat an – noch vor der iranischen Bedrohung und dem seit Langem bestehenden israelisch-palästinensischen Konflikt. Unter jüdischen Israelis steigt der Anteil auf 59 Prozent, die innere Spaltung als primäres existenzielles Risiko betrachten, verglichen mit 23 Prozent, die Iran nennen, und 18 Prozent, die auf die israelisch-palästinensische Frage verweisen.
Dies markiert einen tiefgreifenden Wandel im öffentlichen Bewusstsein: Erstmals seit Langem betrachten Israelis den Feind im Innern als kritischere Bedrohung als traditionelle äußere Gegner – und unterstreichen damit Sorgen über politische Polarisierung, den Verlust gesellschaftlichen Zusammenhalts und wachsende ideologische Gräben, die sich über Altersgruppen, geografische Regionen und Gemeinschaften hinwegziehen.
Innere Unruhe überholt konventionelle Bedrohungen
Die JPPI-Umfrage bat die Befragten, zwischen drei potenziellen...
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