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Schwester der letzten in Gaza gehaltenen Geisel ruft bei der UN zu seiner Freilassung auf

Am UN-Hauptquartier in New York forderte Shira Gvili gemeinsam mit Unterstützern die sofortige Rückgabe der Leiche ihres Bruders Ran, der seit über zwei Jahren in Gaza festgehalten wird.

Verwandte, Freunde und Unterstützer von Ran Gvili, dessen Leichnam von der Hamas festgehalten wird, nehmen am 19. Dezember 2025 an einer Kabbalat-Schabbat-Zeremonie und dem Anzünden der Chanukka-Kerzen auf dem Hostage Square in Tel Aviv teil. Foto: Avshalom Sassoni/Flash90

Mehr als 805 Tage nach der Entführung und mutmaßlichen Tötung ihres Bruders Ran Gvili durch Hamas-Terroristen hat seine Schwester Shira am Donnerstag die Vereinten Nationen aufgesucht und nachdrücklich die internationale Gemeinschaft um Hilfe gebeten. Sie drückte den überwältigenden Wunsch der Familien aus, den letzten vermissten Israelis endlich heimzuführen.

Vertreter Israels vor Ort bekräftigten, dass sowohl Hamas als auch der Islamische Dschihad wissen, wo die Leiche des Opfers festgehalten wird, und riefen weitere Staaten zur Solidarität mit den Familien auf.

Shira Gvili stand am Donnerstag auf dem Gelände der UN-Hauptversammlung in New York, um öffentlich auf das Schicksal ihres Bruders aufmerksam zu machen. Ran Gvili, ein 24-jähriger israelischer Polizist aus Meitar bei Be’er Scheva, war am 7. Oktober 2023 bei der Terror-Attacke schwer verwundet worden und anschließend nach Gaza verschleppt worden. Seitdem fehlt von ihm jede verlässliche Lebensmeldung.

In ihrer emotionalen Ansprache sprach sie von mehr als 805 Tagen des Wartens, in denen die Familie keine neuen Informationen über seinen Zustand erhalten habe und weiter auf ein Wunder hoffe. Sie erinnerte daran, dass bereits 254 Geiseln nach Israel zurückgebracht wurden, doch Ran als letzter Verbliebener in Gefangenschaft gilt und seine Leiche noch immer im Gazastreifen festgehalten wird. Dies, so Gvili, sei eine zusätzliche Qual für die Angehörigen, die seit Jahren auf eine Rückkehr hoffen.


Der israelische Botschafter bei den Vereinten Nationen, Danny Danon, unterstützte die Forderung und erklärte, dass sowohl Hamas als auch der Islamische Dschihad genau wüssten, wo die Leiche festgehalten werde. Er forderte die internationale Gemeinschaft auf, Druck auszuüben, damit dieser letzte Vermisste endlich zurückgeführt werden könne.

Ran Gvili hatte am 7. Oktober 2023 trotz einer kürzlich erlittenen Schulterverletzung an den Kämpfen teilgenommen, nachdem er versucht hatte, Zivilisten zu helfen. Vor seiner Entführung soll er nach Angaben israelischer Stellen rund 150 Menschen beim Supernova-Musikfestival geholfen haben, in Sicherheit zu gelangen und mehrere Angreifer getötet zu haben, bevor er selbst tödlich verwundet wurde.

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Patrick Callahan

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