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MitgliederIsrael unter Druck: Wenn Sport und Kultur zum Schlachtfeld politischer Boykotte werden

Vom Radteam Israel Premier Tech, das auf Drängen des Ausrüsters Factor seinen Namen ändern soll, bis zu Drohungen gegen Israels Teilnahme an UEFA-Wettbewerben und dem Eurovision Song Contest – internationale Institutionen reagieren zunehmend mit Forderungen nach Ausschluss.

Pro-palästinensische Proteste gegen das israelische Profi-Radteam Israel Premier Tech beim spanischen Vuelta Radrennen, Foto: EPA/Daniel Gonzalez

Das israelische Profi-Radteam Israel Premier Tech (ישראל פרמייר טק) steht vor einer Zerreißprobe, die weit über den Sport hinausreicht. Der Fahrradausrüster Factor, einer der wichtigsten Partner der Mannschaft, fordert unmissverständlich die Entfernung aller Bezüge zu Israel – sowohl im Namen als auch im Wappen. Andernfalls werde die finanzielle und materielle Unterstützung eingestellt.

Factor-CEO Rob Gitelis begründete den Schritt mit klaren Worten: „Es gibt eine Grenze, wie viel Kontroversen man um eine Marke herum tolerieren kann.“ Für das Team bedeutet das: Ohne Factor droht ein erheblicher sportlicher und finanzieller Rückschlag.

Dabei war Israel Premier Tech nie nur ein gewöhnliches Radteam. Es wurde 2015 gegründet, um Israel auf der Weltbühne des Sports sichtbar zu machen. Bei der Tour de France, beim Giro d’Italia oder bei der Vuelta trugen Fahrer stolz den Namen „Israel“ auf der Brust. Für viele war dies ein Symbol: Unser Land wird nicht nur mit Kriegen und Konflikten in Verbindung gebracht, sondern auch mit Leistung, Fairness und internationalem Wettbewerb.

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Patrick Callahan

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