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Hebron-Scheichs wollen PA verlassen und Abraham-Abkommen beitreten

„Wir wollen Zusammenarbeit mit Israel“, sagt Scheich Wadee’ al-Jaabari. „Wir wollen Koexistenz.“

Hebron
Scheich Farid al-Jaabari, Vater des Clanführers von Hebron, der sich derzeit für Frieden mit Israel einsetzt, trifft sich 2012 mit jüdischen „Siedlern” in Judäa. Foto: Noam Moskowitz/Flash90

Scheich Wadee’ al-Jaabari und vier weitere führende Clanoberhäupter aus Hebron haben einen Brief unterzeichnet, in dem sie Frieden und die vollständige Anerkennung Israels als jüdischer Staat zusichern. Ihr Plan: Hebron soll sich von der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) abspalten, ein unabhängiges Emirat gründen und den Abraham-Abkommen beitreten.

Der Brief, über den das Wall Street Journal berichtet, ist an Israels Wirtschaftsminister Nir Barkat gerichtet, den ehemaligen Bürgermeister Jerusalems. Barkat hat die Scheichs aus Hebron bereits mehr als zehnmal seit Februar bei sich zu Hause empfangen. Sie baten ihn, das Schreiben an Ministerpräsident Benjamin Netanjahu weiterzuleiten, und warten nun auf eine Antwort.

„Das Emirat Hebron wird den Staat Israel als Nationalstaat des jüdischen Volkes anerkennen“, schreiben die Scheichs, „und der Staat Israel wird das Emirat Hebron als Vertreter der arabischen Bewohner des Bezirks Hebron anerkennen.“

In dem Schreiben wird ein Zeitplan für Verhandlungen zum Beitritt zu den Abraham-Abkommen gefordert sowie für eine „gerechte und angemessene“ Regelung als Ersatz für die Oslo-Abkommen, die laut den Unterzeichnern „nur Schaden, Tod, wirtschaftliches Desaster und Zerstörung gebracht haben“. Die in den 1990er Jahren zwischen Israel und der PLO unterzeichneten Oslo-Abkommen „brachten uns die korrupte Palästinensische Autonomiebehörde, anstatt die traditionelle und authentische Führung – die Stämme – anzuerkennen“.

Nach dem Hamas-Überfall vom 7. Oktober 2023 erklären al-Jaabari und die anderen Scheichs, dass sie erkennen, dass es niemals einen palästinensischen Staat geben wird.

Siehe auch: Palästinensische „Emirate“ – die Lösung für das Scheitern der UNRWA?

Die Scheichs schlagen vor, dass Israel zunächst 1.000 Arbeiter aus Hebron zur Probe einreisen lässt, später weitere 5.000. Nach ihren Angaben stellte Barkat in Aussicht, dass diese Zahl auf 50.000 oder mehr steigen könnte. Die Arbeit in Israel ist eine zentrale Einkommensquelle für Palästinenser, doch die meisten Arbeitserlaubnisse wurden nach dem 7. Oktober eingefroren. In dem Brief verpflichten sich die Unterzeichner zu „null Toleranz gegenüber Terrorismus vonseiten der Arbeiter“ – „im Gegensatz zur aktuellen Situation, in der die Palästinensische Autonomiebehörde Terroristen bezahlt“.

Barkat vertritt die Auffassung, dass der alte Friedensprozess gescheitert ist und „neues Denken erforderlich“ sei. Er handelt im Wissen der israelischen Regierung, und Netanjahu soll die Initiative vorsichtig unterstützen.

Der Journal-Artikel hebt eine langjährige Partnerschaft mit jüdischen Bewohnern Judäas hervor – den sogenannten „Siedlern“ – und merkt an, dass diese an dem Plan vieles schätzen dürften. Im Schreiben der Scheichs ist auch von Gesprächen mit Yossi Dagan die Rede, dem Vorsitzenden des Yesha-Rates der jüdischen Gemeinden in Judäa und Samaria. Dagan erklärt, er unterstütze den Plan und habe tatsächlich mit den Scheichs daran gearbeitet. Er berichtet, dass er Scheich Jaabari vor 13 Jahren kennengelernt habe: „Sein Vater war ein mutiger Anführer, der sein Volk an erste Stelle setzte – und der Sohn tut es ebenso.“

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Patrick Callahan

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