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Israel begeht 76. Unabhängigkeitstag im Schatten des Krieges

Der „Jom Ha’atzmaut“, der Unabhängigkeitstag, wird heute im ganzen Land mit gedämpften Feiern begangen.

Unabhängigkeitstag
Foto: Yossi Aloni/Flash90.

Mitten im Krieg gegen die Hamas-Terroristen im Gazastreifen hat Israel am Montagabend seinen 76. Unabhängigkeitstag mit verhaltenen Feiern begangen.

Die traditionelle Fackelzeremonie markierte den Beginn des Unabhängigkeitstages und das Ende des Jom Hazikaron, des israelischen Gedenktages für gefallene Soldaten und Terroropfer. Aufgrund der Sicherheitslage wurde die diesjährige Zeremonie vorab ohne Live-Publikum aufgezeichnet.

Die Zeremonie begann mit dem Entzünden der Fackeln zum Gedenken an die israelischen und ausländischen Bürger, die während des Krieges ermordet wurden. Fackeln wurden in Zikim, Sderot und anderen Städten im Süden sowie in der Nähe des Kibbutz Re’im entzündet, wo am 7. Oktober 364 Besucher des Supernova-Musikfestivals von der Hamas ermordet wurden.

Vierundvierzig Personen wurden ausgewählt, um die 12 Fackeln zu entzünden: Die Fackel der Sicherheitskräfte, die Fackel der Rettungskräfte, die Fackel der Retter, die Fackel der schnellen Eingreiftruppe, die Fackel der öffentlichen Diplomatie, die Fackel des Schildes, die Fackel der Hoffnung, die Fackel der Medizin und Rehabilitation, die Fackel des Sieges des Geistes, die Fackel des Gebens, die Fackel der Diaspora und die zwölfte Fackel, die alleine brennen wird, stellvertretend für die Geiseln in Gaza.

Während der Zeremonie, die geändert wurde, um „die allgemeine öffentliche Stimmung der Trauer, des Verlustes und des tiefen Schmerzes des israelischen Volkes“ widerzuspiegeln, wurde eine Videoansprache des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu übertragen.

Der feierliche Charakter der Hauptveranstaltung zum Unabhängigkeitstag wurde auf Wunsch der Familien einiger der 132 Geiseln, die noch immer von der Hamas im Gazastreifen festgehalten werden, weiter abgeschwächt.

Im März kündigte Verkehrsministerin Miri Regev, die für die Organisation der nationalen Feierlichkeiten zuständig ist, die Absage des traditionellen Feuerwerks an und forderte die lokalen und regionalen Behörden auf, diesem Beispiel zu folgen.

Der Unabhängigkeitstag wird im ganzen Land am Montagabend und am Dienstag tagsüber mit gedämpften Feiern begangen.

Die traditionellen Überflüge der israelischen Luftwaffe am Jom Haazmaut wurden abgesagt, da sich das Militär auf den Krieg konzentriert.

Israels Bevölkerung hat 9,9 Millionen erreicht, was einem Anstieg von 189.000 (1,9%) gegenüber 2023 entspricht, wie das Zentralamt für Statistik letzte Woche vor dem Unabhängigkeitstag mitteilte. Es wird erwartet, dass die Bevölkerung bis Ende des Jahres die 10-Millionen-Marke erreicht.

Netanjahu traf sich am Sonntag mit den Fackelträgern und sagte ihnen, dass Israel heute im Krieg gegen die Hamas mit einem US-Waffenembargo konfrontiert sei, wie damals, als arabische Armeen 1948 versuchten, den jungen Staat zu zerstören.

„Ihr seid die Helden des Geistes und der Taten unseres Volkes. … Im Unabhängigkeitskrieg [1948] waren wir nur so groß wie ein Sandkorn – 600.000 Menschen an der Küste, mit dem Rücken zum Meer, ohne Waffen“, sagte Netanyahu zu den Geehrten.

„Zu dieser Zeit gab es ein US-Embargo, [wir waren] ohne Mittel, und wir standen fünf arabischen Armeen gegenüber – und wir haben gewonnen. Wie haben wir gewonnen? Mit Helden des Geistes und der Tat. Mit dem Geist unseres Volkes. Das war unsere geheime Waffe, wir haben keine andere. Es gibt sie, aber ohne sie gibt es nichts. Dafür stehen Sie heute“, fügte der Ministerpräsident hinzu.

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Patrick Callahan

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5 Kommentare zu “Israel begeht 76. Unabhängigkeitstag im Schatten des Krieges”

  1. j-glaesser sagt:

    Genau heute – am 14. Mai 1948 – wurde ein Traum war.
    Psalm 126
    Der Herr erlöst seine Gefangenen
    Wenn der Herr die Gefangenen Zions erlösen wird,
    so werden wir sein wie die Träumenden.
    Dann wird unser Mund voll Lachens
    und unsre Zunge voll Rühmens sein.
    Da wird man sagen unter den Völkern:
    Der Herr hat Großes an ihnen getan!
    Der Herr hat Großes an uns getan;
    des sind wir fröhlich.Herr, bringe zurück unsre Gefangenen,
    wie du die Bäche wiederbringst im Südland.
    Die mit Tränen säen,
    werden mit Freuden ernten.
    Sie gehen hin und weinen
    und tragen guten Samen
    und kommen mit Freuden
    und bringen ihre Garben.

    • Roland Kunz sagt:

      @j-glaesser:
      Sehr treffend, dieser Kommentar. Dieser Psalm ist ein Lichtstrahl aus der Ewigkeit auf die wunde Seele Israels und das Fundament einer lebendigen Hoffnung, die auch im Angesicht der Not Kraft verleiht.

    • hg.lehnert sagt:

      Eigentlich schade, dass der Ministerpräsident nicht vom „Geist“ Gottes spricht oder vom Eingreifen Gottes sondern nur vom „Geist“ des Volkes. Mich interessiert, wieviel Juden heute tatsächlich noch gläubig sind, also so wie damals zu AT Zeiten. Sind das nur die strengen Juden (orthodoxen)?

      • Hans-Jürgen Rieth sagt:

        Du bringst die Sache auf den Punkt. Der Geist des Volkes ist nicht der Geist Gottes! Netanyahu ist u.a. auch Realist, er hat einfach die Wahrheit gesagt. Die Umkehr, die laut Jesaja erfolgen soll bzw. muss – sie steht noch aus!

  2. gerryk sagt:

    die Bibel gibt uns die Antwort wie die Zukunft Israels sich weiter entwickeln wird. Es ist erstaunlich wie das Wort Gottes sich vor unseren Augen erfüllt.
    Wir stehen als Glaubenszentrum Bad Gandersheim weiter an der Seite Israels.
    Wir können mehr als je zuvor uns mit „MARANATHA“ begrüßen.
    Gerry Klein
    Bibelschulleiter a.D.

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