Ein palästinensisch-arabischer Lynchmob hat am Dienstag den deutschen Botschafter in den Palästinensischen Autonomiegebieten, Oliver Owcza, wegen der Unterstützung seines Landes für Israel angegriffen.
Ein Video, das in den sozialen Medien kursiert, zeigt, wie Studenten den Botschafter gewaltsam aus dem Palästinensischen Museum auf dem Campus der Birzeit-Universität, etwa sechs Meilen nördlich der samaritischen Stadt Ramallah, vertreiben.
In dem Video ist zu sehen, wie die Menge Owczas Fahrzeug umringt und versucht, sich gewaltsam Zutritt zu verschaffen, indem sie an der Fahrertür zieht, den Rückspiegel und das Nummernschild abreißt, das Auto mit Steinen bewirft und Beleidigungen ruft. Im Hintergrund sind Schüsse zu hören. Die Menge rennt dem Auto hinterher, als es davonfährt.
#Watch German Rep. to Palestinians fleeing a student mob at Bir Zeit University. They attack his vehicle & smash its windows.
Germany paid €100s millions to Palestinian initiatives, including at Bir Zeit University, & even resumed funding suspended Oct. 7. pic.twitter.com/Fi5GE5bkNJ
— Daniel Laufer (@lauferdaniel) April 30, 2024
Der Botschafter wurde angegriffen, obwohl Berlin Millionen von Euro für palästinensische Initiativen zur Verfügung stellt und kürzlich die Finanzierung der umstrittenen UNRWA wieder aufgenommen hat, deren Mitarbeiter teilweise in das von der Hamas angeführte Massaker vom 7. Oktober im nordwestlichen Negev verwickelt waren.
Nach dem Vorfall twitterte Owcza, dass Deutschland trotz der „unangemessenen Unterbrechung durch Demonstranten“ weiterhin an einer Zusammenarbeit mit den palästinensischen Arabern interessiert sei.
Peaceful protest & dialogue always has its place. We regret that today’s meeting of EU Heads of Missions at the National Museum in Birzeit was unduly interrupted by protestors.
Nevertheless, we remain committed to constructively work with our Palestinian partners!— Oliver Owcza (@GermanRepRama) April 30, 2024
„Friedlicher Protest und Dialog haben immer ihren Platz. Wir bedauern, dass das heutige Treffen der EU-Missionschefs im Nationalmuseum in Birzeit durch Demonstranten unangemessen gestört wurde“, schrieb der Botschafter. „Dennoch bleiben wir der konstruktiven Zusammenarbeit mit unseren palästinensischen Partnern verpflichtet!“
Deutschland gilt als wichtiger Verbündeter Jerusalems. Bundeskanzler Olaf Scholz unternahm nach dem Anschlag vom 7. Oktober zwei Solidaritätsbesuche und intervenierte im Namen Israels vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag, um den von Südafrika erhobenen Vorwurf des Völkermords während des Gaza-Krieges zu entkräften.
(JNS)





@Bundesregierung
sofort alle Hilfsgelder und -Teams aus Judäa und Samaria abziehen!
Keinen Cent mehr für Fatah und Hamas!🛑