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Das goldene Kalb und die israelische Armeeführung

Wie konnten die Israeliten ein goldenes Kalb anbeten und wie können Israels Generäle weiterhin an ihren alten Vorstellungen festhalten?

Das goldene Kalb des Friedens ohne Krieg. Foto Flash90
Das goldene Kalb des Friedens ohne Krieg. Foto Flash90

In unserem Torah-Wochenabschnitt „Ki Tisa“ lesen wir über eine der größten Sünden der Israeliten: Die Anbetung des goldenen Kalbs. Es ist schwer verständlich, wie das passieren konnte, nachdem sie gerade inmitten von Wundern aus der ägyptischen Sklaverei befreit wurden. Der Gott, der die zehn Plagen über die Ägypter gebracht und das Schilfmeer gespalten hat, hat immer wieder gesagt, es gebe keinen anderen Gott und man dürfe keine Statuen anbeten. Wie also konnte der Kalb-Unfall passieren?

Die Antwort ist die gleiche, die man bekommt, wenn man die aktuelle israelische Politik verfolgt und sich fragt, warum so viele Politiker ihre Einstellung zu den Palästinensern seit dem 7. Oktober nicht geändert haben. Für viele Israelis war dieser Tag ein Wendepunkt in unserer Geschichte, aber für viele andere hat sich nichts verändert. Verteidigungsminister Yoav Galant will die „Stimmung nicht aufheizen“ und Palästinensern während des Ramadans freien Zugang zum Tempelberg gewähren. Gadi Eisenkot erklärt, es könne keinen militärischen Sieg gegen die Hamas geben und nicht wenige Entscheidungsträger fordern die Rückkehr der Palästinenser zu ihren Arbeitsstellen innerhalb Israels, um Terrorismus mit Wohlstand zu bekämpfen.

All diese Zugeständnisse an die feindliche palästinensische Bevölkerung haben jedoch nicht den gewünschten Effekt und könnten sogar als Schwäche bewertet werden. Sie erzielen also das Gegenteil. Nach all den Jahrzehnten dieser gescheiterten Politik und dem 7. Oktober, sollte es offensichtlich sein, dass ein neuer Ansatz benötigt wird. Aber die israelischen Politiker, die den 7. Oktober zu verantworten haben, sind weiterhin auf ihren Posten und scheinen ihre Einstellung nicht geändert zu haben.

Ähnlich ging es vielleicht den alten Israeliten, die über 200 Jahre in Ägypten unter den Götzenanbetern gelebt und Schwierigkeiten hatten, ihre alte Denkweise abzulegen. Als Mose lange auf sich warten ließ, fielen die Israeliten zurück zu dem, was sie kannten:

„Als aber das Volk sah, dass Mose lange nicht von dem Berg herabkam, da sammelte sich das Volk um Aaron und sprach zu ihm: Auf, mache uns Götter, die uns vorangehen sollen! Denn wir wissen nicht, was mit diesem Mann Mose geschehen ist, der uns aus dem Land Ägypten heraufgeführt hat.“

Wir tun, was wir immer getan haben. Bild: Wikipedia
Wir tun, was wir immer getan haben. Bild: Nicolas Poussin, Public domain, via Wikimedia Commons

Es ist für den Menschen sehr schwierig sich zu ändern, besonders mit zunehmendem Alter, wie es bei israelischen Politikern der Fall ist. So viele Jahre haben sie geglaubt, man könne mit den Palästinensern in Frieden nebeneinander leben, genauso wie die Israeliten viele Jahre Statuen und Naturphänomene angebetet haben.

Der 7. Oktober und der Exodus aus Ägypten sollten eine tiefgreifende Veränderung der israelischen Gesellschaft auslösen, aber das ist nicht so einfach. Im Falle der Israeliten mussten sie 40 Jahre durch die Wüste wandern, bis die neue Generation die Sklavenmentalität ihrer Eltern abgelegt hatte. Im Falle des modernen Israel wird es hoffentlich schneller gehen, bis die Führung des Landes die richtigen Schlüsse zieht und seine Autorität über das Gelobte Land ausübt.

 

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Patrick Callahan

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3 Kommentare zu “Das goldene Kalb und die israelische Armeeführung”

  1. j-glaesser sagt:

    Psalm 149
    Zion lobe den Herrn!1 Halleluja! Singet dem HERRN ein neues Lied; die Gemeinde der Heiligen soll ihn loben. 2 Israel freue sich seines Schöpfers, die Kinder Zions seien fröhlich über ihren König. 3 Sie sollen loben seinen Namen im Reigen, mit Pauken und Harfen sollen sie ihm spielen. 4 Denn der HERR hat Wohlgefallen an seinem Volk, er hilft den Elenden herrlich. 5 Die Heiligen sollen fröhlich sein in Herrlichkeit und rühmen auf ihren Lagern. 6 Ihr Mund soll Gott erheben; sie sollen scharfe Schwerter in ihren Händen halten, 7 dass sie Rache üben unter den Völkern, Strafe unter den Nationen, 8 ihre Könige zu binden mit Ketten und ihre Edlen mit eisernen Fesseln, 9 dass sie an ihnen vollziehen das Gericht, wie geschrieben ist. Solche Ehre werden alle seine Heiligen haben. Halleluja!

    • j-glaesser sagt:

      Prophet Micha – Kapitel 7
      16 Die Heidenvölker werden es sehen und zuschanden werden trotz aller ihrer Macht; sie werden ihre Hand auf den Mund legen, und ihre Ohren werden taub sein. 17 Sie werden Staub lecken wie die Schlange, wie die Kriechtiere der Erde; sie werden zitternd aus ihren Festungen hervorkriechen; angstvoll werden sie zu dem Herrn, unserem Gott, nahen und sich fürchten vor dir.
      18 Wer ist ein Gott wie du, der die Sünde vergibt und dem Überrest seines Erbteils die Übertretung erläßt, der seinen Zorn nicht allezeit festhält, sondern Lust an der Gnade hat? 19 Er wird sich wieder über uns erbarmen, unsere Missetaten bezwingen. Ja, du wirst alle ihre Sünden in die Tiefe des Meeres werfen! 20 Du wirst Jakob Treue erweisen und an Abraham Gnade üben, wie du unseren Vätern von den Tagen der Vorzeit her geschworen hast.

  2. Andrew Manner sagt:

    Guter Vergleich.
    Ja, so wie auch Aviel schreibt, die alten Betonköpfe in der Regierung sollten ausgetauscht werden gegen die jungen Helden aus der IDF!

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