Wieder zwei Raketenalarme. Wieder mitten in der Nacht. Kaum hatten wir uns vom ersten Schreck erholt und versucht, wieder in den Schlaf zu finden, ertönte schon die nächste Sirene. Es war gegen Viertel nach eins, als der erste Alarm kam – 15 Raketen wurden laut Armeeangaben aus dem Iran auf Israel abgefeuert. Vierzig Minuten später, gegen zwei Uhr, folgte die zweite Salve: diesmal zehn Raketen. Alle wurden erfolgreich abgefangen. Kein Schaden. Keine Verletzten.
Das klingt fast wie eine Erfolgsmeldung. Und im Vergleich zu den ersten drei Kriegsnächten ist es das auch. Damals gab es jede Nacht Tote. Wohnhäuser wurden getroffen, ganze Straßenzüge lagen in Trümmern. Heute feuert der Iran deutlich weniger Raketen ab – einerseits, weil er versucht, seine verbliebenen Ressourcen taktisch einzusetzen, andererseits steht er unter massivem Druck. Die israelische Luftwaffe zerstört systematisch Abschussrampen, stört die iranische Kommunikation, überwacht den Luftraum. Israel bleibt klar überlegen: Unsere Luftwaffe ist Tag und Nacht im Einsatz, die militärische Dominanz ist eindeutig. Dennoch – der Krieg ist längst nicht vorbei. Auch wenn die Angriffe kleiner geworden sind, ist der psychische Druck enorm....
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