Konflikt

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Streit über Juden im biblischen Kernland

Israel scheint sich immer weniger um internationale Verurteilungen zu scheren, je weiter es mit der Besiedlung des Gelobten Landes voranschreitet.

Der damalige US-Vizepräsident Joe Biden und der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu bei einem Abendessen in der Residenz des Premierministers in Jerusalem, 9. März 2010.
Der damalige US-Vizepräsident Joe Biden und der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu bei einem Abendessen in der Residenz des Premierministers in Jerusalem, 9. März 2010. Foto: Miriam Alster/FLASH90

Die Anwesenheit von Juden in Gebieten, in denen sie nicht erwünscht sind, bleibt nach Ansicht des Weißen Hauses ein ernsthaftes „Hindernis für den Frieden“.

Für sich genommen ist das eine unglaublich antisemitische Position. Und auch wenn Washington darauf besteht, dass der Kontext des israelisch-palästinensischen Konflikts in diesem Fall wichtig ist, so ist die palästinensische Forderung nach einem judenreinen Staat in Wirklichkeit antisemitisch und sollte weder von Amerika noch von irgendjemand anderem unterstützt werden.

Sie zeigt auch, dass die Palästinenser einen der Eckpfeiler des Nahost-Friedensprozesses immer noch nicht erfüllt haben – die Anerkennung der Tatsache, dass das jüdische Volk keine Kolonialmacht ist, sondern eine Geschichte in diesem Land und daher ein Recht darauf hat, hier zu sein.

Warum also kümmern sich die USA nicht um dieses Hindernis für den Frieden?

Wir alle kennen die Antwort. Es ist einfach einfacher, Israel unter Druck zu setzen, als eine Position zu vertreten, die in der arabischen Welt unpopulär ist.

Trotzdem muss den Menschen inzwischen klar geworden sein, wie lächerlich es ist zu behaupten, eine kleine Anzahl von Juden, die Häuser in etablierten Städten bauen, verhinderten irgendwie den Frieden.

Zumindest Israel scheint sich immer weniger darum zu scheren, was alle anderen denken, und treibt endlich wieder die jüdische Besiedlung des Gelobten Landes voran.

Am Sonntag ernannte Premierminister Benjamin Netanjahu in Übereinstimmung mit den Koalitionsvereinbarungen Finanzminister Bezalel Smotrich zu einem für „Siedlungsangelegenheiten“ zuständigen Minister im Verteidigungsministerium. Sofort genehmigte die Regierung über 4.000 zusätzliche neue Wohneinheiten in bestehenden jüdischen Siedlungen im sogenannten „Westjordanland“.

Dies rief das US-Außenministerium auf den Plan, das in einer Erklärung seine „tiefe Besorgnis“ über dieses „Hindernis für den Frieden“ zum Ausdruck brachte.

„Wie schon seit langem praktiziert, lehnen die USA solche einseitigen Aktionen ab, die eine Zwei-Staaten-Lösung erschweren und ein Hindernis für den Frieden darstellen“, so die Amerikaner.

Noch einmal: Es sind die Juden aufgrund ihrer bloßen Anwesenheit und nicht die palästinensische Unnachgiebigkeit, die ein Friedensabkommen „schwierig“ machen.

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Patrick Callahan

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5 Kommentare zu “Streit über Juden im biblischen Kernland”

  1. brigit.baumann sagt:

    Wenn sich IL nicht mehr um internationale Verurteilungen kümmert – dann kanns ja richtig vorwärts gehen!!
    Das tönt gut! B. Smotrich schafft das “mit der Hilfe G ttes!” darauf er ja vertraut!

  2. marie.luise.notar sagt:

    Israel hat genug „Schauplätze“ um die es sich „scheren“ muss….USA und andere Wichtigtuer haben selber mehr als genug Bereiche, um die sie sich kümmern
    müss-t-en.

  3. Havershalom sagt:

    @Ryan Jones, danke für diesen und sooo viele andere gute Artikel.

    „Die Anwesenheit von Juden in Gebieten, in denen sie nicht erwünscht sind, bleibt nach Ansicht des Weißen Hauses ein ernsthaftes “Hindernis für den Frieden.

    Für sich genommen ist das eine unglaublich antisemitische Position. Und auch wenn Washington darauf besteht, dass der Kontext des israelisch-palästinensischen Konflikts in diesem Fall wichtig ist, so ist die palästinensische Forderung nach einem judenreinen Staat in Wirklichkeit antisemitisch und sollte weder von Amerika noch von irgendjemand anderem unterstützt werden.“

    Ist doch klar, die Juden sind’s mal wieder selber. Solche Aussagen sind an gewollter Terrorproduzierung kaum zu überbieten.
    Trotzdem, allen eine von Adonai gesegnete Shabbat-Zeit.
    Shalom, Havershalom

  4. Serubabel Zadok sagt:

    Gut, dass die israelische Regierung endlich wieder den Wohnungsbau in Judäa für Juden unterstützt und vorantreibt. 4000 neue Wohnungen sind schon Mal ein kleiner Anfang, nötig wären aber 500.000 bis 10 Millionen neue Wohnungen, um einige jüdische Zuwanderer weltweit aufnehmen zu können.

  5. Serubabel Zadok sagt:

    Im Negev und auf dem Golan sollten ebenfalls Wohnungen für Juden gebaut werden.

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