Das Richteramt, wie es uns in der Bibel begegnet, und das dazugehörende Auswahlverfahren haben sich im Laufe der Zeit einem Wandel unterzogen. König Josaphat forderte einst von den Richtern, in der Furcht des HERRN zu handeln, in Wahrheit und mit unverletztem Gewissen. Vor Gott hätten weder Unrecht noch Ansehen der Person noch Bestechlichkeit einen Platz, heißt es in 2. Chronik 19. Das waren deutliche Mahnungen, nicht nur an Richter. Doch in genau diesen Punkten werden heutigen Richtern im Land Fehltritte unterstellt. Die Vorhaltungen kommen meist aus der rechts-religiösen Gemeinschaft.
Ursprünglich gehörten die Richter zur Gruppe der wirklich Ältesten, zugleich waren es Männer, die in der Gesellschaft hohes Ansehen genossen. Der hebräische Begriff Saken meint Alte, die zugleich weise sind, Lebenserfahrung haben und über Wissen verfügen. Weil die Richter unmittelbar aus der Gemeinschaft kamen, kannten sie die Menschen und wussten um ihren Charakter. Sie kannten aus eigenem Erleben den üblichen Umgang mit den göttlichen Gesetzen der Thora. Die Ältesten saßen am Stadttor, einem zentralen Ort, wo jeder...
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>>Die Mehrheit der israelischen Bevölkerung ist der Meinung, dass Israels Oberster Gerichtshof keine Tuchfühlung mit dem Volk mehr hat und keine Rücksicht auf biblische Werte nimmt. <<
Ich kann diese Argumentation nicht ganz verstehen, wenn es doch vergleichsweise wenige wirklich Bibeltreue in Israel gibt…AT + Talmud ist die eine rel. große Gruppe der Orthodoxen, der Talmud ist aber in vielerlei Hinsicht nicht im Sinne Gottes, Jesus hat mit den Pharisäern diesbezüglich einige deutliche Aussagen gemacht…Messianische Juden bekommen nicht oder nur schwer die Möglichkeit für Alija….Also MEHRHEIT entspricht meiner Meinung nach nicht den Tatsachen.
Die Rückkopplung auf biblische, vorchristliche Verhältnisse ist eine Spezialität der studierten Theologen mit positiver Beurteilung antiken Judentums. Diese Technik wird auch von „reformierten Juden“ (=Christen) gerne verwendet. Bibelfreunde, die das Judentum (egal, ob antik oder reformiert,) nicht so positiv sehen, finden viele Haare in der Suppe. Zum Beispiel die Weigerung, die Zahl ZEHN aus dem Titel von Exodus20 zu streichen.
Noch mehr erheitert es mich, dass von alt- und neu-Juden (=Christen) immer noch gebetet wird „unser Vater im Himmel“ anstatt „unser Vater im Himmel und auf Erden“.