Dieser Typ ist gefährlich! Es handelt sich um einen messianischen Juden, der in Nordisrael lebt und unseren lieben christlichen Brüdern und Schwestern erzählt, dass die Frau des alternierenden (und noch amtierenden) Ministerpräsidenten Yair Lapid eine messianische Jüdin ist! Mitten im Wahlkampf verbreitete sich das Video wie ein Virus im hebräischen Rundfunk.
Lapids politische Gegner sind natürlich vor Freude durchgedreht und haben den Unsinn, dass Lapids Frau an Jesus glaube, weit und breit verbreitet! Oy Veh! Was hat der Urheber dieser Nachricht in seinem Eifer angerichtet? Er will Christen dazu bewegen, evangelisierende Juden zu unterstützen (er ist ein Evangelist, der von christlichen Spenden unterstützt wird), und nun trägt dieser Mann dazu bei, dass Israels Premierminister von seinen Rivalen mit Fake News niedergemacht wird.
Jeder weiß, dass selbst die kleinste Erwähnung von Jeschua in einem positiven Licht, geschweige denn ein Bekenntnis zum Glauben an Jeschua, in Israel politischer Selbstmord bedeutet. Yair Lapid erwähnte einmal ganz unschuldig und korrekt, dass „meine Abstammung Moshe Rabbeinu, Jesus und den Rambam umfasst“, ein Bekenntnis, für das er bis heute Hass und harsche Kritik von fanatischen politischen Rivalen einstecken muss.
Ich kann mir nicht vorstellen, warum ein messianischer Jude mit solchen Mätzchen eine Menschenmenge aufrütteln sollte, außer zur Selbstverherrlichung oder um mehr Geld für seine Opferkasse zu bekommen.
Wenn man die Hunderte von Kommentaren zu dem Video liest, in denen messianische Juden als Idioten, Liebhaber des christlichen Mammons und intrigante Betrüger bezeichnet werden, ist das deprimierend. So viele von uns haben so viele Jahre lang hart daran gearbeitet, den guten Namen unseres Herrn Jeschua unter unserem Volk zu verherrlichen.
Um eines klarzustellen: Lapids Frau ist nicht an Jeschua gläubig. Die Wahrheit besteht darin, dass es vor einiger Zeit Gerüchte gab, Lapids Schwägerin Ila’il Keren (nicht seine Frau) gehöre einer messianisch-jüdischen Gruppe an. Diese „Anschuldigung“ kam von Kritikern, die mit ihrer Ernennung zur Direktorin des Jüdischen Nationalfonds (JNF) unzufrieden waren. Keren bestritt später diese Behauptung. Um der Sache auf den Grund zu gehen, nahm ich Kontakt mit der fraglichen messianischen Gruppe auf. Es habe einige Kontakte mit der Familie Keren gegeben, hieß es, aber zu diesem Zeitpunkt war nichts schlüssig. Man bat darum, nichts über diese Geschichte zu veröffentlichen, zudem habe Keren ausdrücklich verlangt, unter keinen Umständen darüber zu berichten.
So beunruhigend das Video auch ist, es ist leider keine Seltenheit. Die Übertreibung der Wirksamkeit von Missionaren und sogar Falschmeldungen sind seit langem ein beunruhigendes Problem im Evangelikalismus, und diese Taktik wird auch hier in Israel von vielen übernommen. Ich erinnere dabei an Berichte über Jassir Arafat, der Jesus angenommen haben soll, oder die große Zahl von Rabbinern, die angeblich Jeschua folgen. Angesichts der tragischen Geschichte zwischen Israel und der Kirche fügen diese unaufrichtigen Werbemaßnahmen dem Namen unseres Herrn Jeschua in unserem Volk großen Schaden zu.
Es scheint, dass die moderne Religion die zentrale Bedeutung der Person und der Menschen, die wir lieben und für die wir sorgen sollen, verloren hat. Stattdessen ist die Religion zu einer unpersönlichen, institutionellen Zugehörigkeit geworden, die von Programmen lebt und dem Modell einer auf Wohlfühlumfragen basierenden Gesellschaft zum Opfer gefallen ist, die von der Werbung lebt.





Mit der Lektüre von Jesaja Kapitel 53 und Johannes Kapitel 17 erschließt sich mir die Botschaft des Judentums wie folgt :
Das Denken von Gedanken ist nur lebendigen Lebewesen möglich. Das lebendige Leben findet statt vor noch toter Zukunft, aber nach schon wieder toter Vergangenheit. Somit ist Wirklichkeit (alias Gegenwart) ohne zeitliche Ausdehnung, womit sie sich darstellt als Schnittstelle mit der Transzendenz Gottes.
Die „Botschaft des Judentums“ beinhaltet sicher mehr, als von jotfried hier für mich eher verwirrend als erklärerisch, zum Ausdruck gebracht wurde.
Die Botschaft des Judentums hat den Kern, dass der eine Schöpfer G“tt alles was wir Menschen kennen und erkennen, aus dem Nichts, also ex nihilo geschaffen hat. Zum Abschluss seiner Schöpferphase schuf er den Menschen, mit dem ER Kontakt/Gemeinschaft haben will, weil ER ihn liebt.
Wir erkennen in der Vergabe des Zehntworts an ALLE Menschen, dass die Erwählung eines Volkes als „sein geliebtes Volk“, welches ER auch mehrfach als „seinen Sohn“ bezeichnet hat, dem Zwecke dient, dass auch die Heidenvölker zum G“tt Israels kommen können, dürfen und sollen. Als „Grundgesetz“ gab ER seinem Volk die Weisungen vom Sinai. Alle diese Weisungen dienen dem geordneten Zusammenleben der Menschen. Die Botschaft G“ttes ist, dass ER eines Tages einen Mashiach/Gesalbten senden wird, der den absoluten Frieden auf dieser Erde bringen wird, (Schwerter zu Pflugscharen). Und hier beginnt die Krux der menschlichen Auslegungen. Während die Juden sagen, dieser Jesus, den die Christen als den verheißenen! Mashiach erkennen, kann nicht der Gesalbte, angekündigte Mashiach gewesen sein, da der Friede den er bringen soll nicht zu erkennen ist. Als Glaubensgemeinschaft, welche diesen Jesus als den Mashisch anerkennen und auf seine Wiederkunft warten, stehen die Messianischen Juden. Sie stehen zwischen „den Stühlen“. Die ersten fälschlicher Weise genannten Christen waren allesamt Juden, die an Jesus gläubig wurden. Sie blieben Juden, feierten und feiern bis heute alle jüdischen Feste und glauben an die Kraft der Torah.
Als dritte Glaubensgemeinschaft traten in den ersten Jahrhunderten nach der Zeit, die Christen auf die Weltbühne. Im Gegensatz zu den messianischen Juden erkennen die Heidenchristen in dem Menschen Jesus, den Fleisch gewordenen G“tt, dem Schöpfer dieser Welt. Sie erklärten, dass G“tt nicht nur einer ist, sondern drei „Personen“ verkörpert. Jesus ist für die Christen G“tt selbst, was für Juden und auch Messianischen Juden undenkbar ist. Ein Mensch kann nicht G“tt sein. Der Mashiach hat im Judentum und im Christentum eben eine andere Bedeutung, was leider viele Christen gar nicht wissen und akzeptieren.
G“tt segne alle Gruppen und schenke ihnen den Willen, in Frieden und gegenseitiger Achtung miteinander zu leben. Shalom
Henry…..dem ist nichts hinzuzufügen Shalom