(JNS) Drei syrische Soldaten wurden am Sonntag bei israelischen Luftangriffen in der Gegend von Tartus und Damaskus getötet und drei weitere verwundet, berichteten syrische Staatsmedien.
Die Angriffe, bei denen auch Sachschaden entstand, erfolgten kurz vor 21 Uhr aus dem Südosten Beiruts und dem Mittelmeerraum, wie die Syrian Arab News Agency berichtete.
Der Bericht zitierte eine syrische Militärquelle mit der Aussage, die Angriffe hätten die syrische Luftabwehr ausgelöst, die „einige“ der israelischen Raketen abgeschossen habe.
Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte (SOHR), einem in Großbritannien ansässigen Informationsbüro, das Menschenrechtsverletzungen in Syrien dokumentiert, zielten die israelischen Angriffe auf einen Luftverteidigungsstützpunkt und ein Radar in Abo Asfa, fünf Kilometer südlich von Tartus an der syrischen Küste, sowie auf syrische Militäreinrichtungen in der Region, in denen iranische Milizen stationiert sind.
Bei den gemeldeten Angriffen im Gouvernement Rif Dimashq handelte es sich nach Angaben des SOHR in Wirklichkeit um Flugabwehrraketen des Regimes.
Seit dem Beginn der israelischen Schattenkampagne 2013 inmitten des syrischen Bürgerkriegs – vom israelischen Verteidigungsapparat als „Krieg zwischen den Kriegen“ bezeichnet – wurden Tausende von Zielen in Syrien angegriffen.
Der jüngste Angriff fand am 22. Juli statt, als die staatlichen syrischen Medien berichteten, dass drei Regimesoldaten bei einem israelischen Luftangriff in der Gegend von Sayyidah Zaynab südlich von Damaskus getötet worden seien.
Das SOHR berichtete damals, dass bei dem Angriff acht Menschen ums Leben gekommen seien, darunter drei Ausländer und zwei „Kollaborateure“ der libanesischen Hisbollah.
Nach Angaben des Alma-Zentrums, eines israelischen Verteidigungsforschungszentrums, waren die Angriffe möglicherweise auf eine Lieferung von Komponenten für präzisionsgelenkte Raketen gerichtet, die für das Programm der Hisbollah für präzisionsgelenkte Raketen und für die unabhängige Produktion unbemannter Luftfahrzeuge durch die Hisbollah bestimmt waren.
Das israelische Militär hat sich zu dem Bericht vom Sonntag nicht geäußert.




