Auch wenn der Begriff Zionismus die internationale Bühne als nationale Idee und Bewegung erst spät betrat, handelt es sich doch hier nicht um einen völlig neuen Traum. Die Rückkehr der Juden in ihre historische Heimat ist so alt wie ihre erste und zweite Zerstreuung ins Exil. Nach jeder Entwurzlung aus der biblischen Heimat hatte das jüdische Volk immer nur ein Ziel: Zurück nach Zion. In den Psalmen heißt es: „Wenn ich deiner vergesse Jerusalem, dann verdorre meine rechte Hand.“ Und: „An den Ufern Babylons saßen die Vertriebenen und weinten, wenn sie an Jerusalem gedachten“. Für Juden ist der Zionismus eine biblische Tatsache, für andere Völker eine Katastrophe.
Im biblischen Exodus der Kinder Israels aus Ägypten und im Buch Josua könnte man erstmalig die zionistische Idee ausmachen, auch wenn das biblische Wort Zion erst später im Buch des Propheten Samuel auftaucht, als König David die Festung Zion vereinte. Wer heute den Zionismus kritisiert, der Ende des 19. Jahrhunderts als Antwort auf den wachsenden Antisemitismus entstand, kann...
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