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Iranischer Raketenangriff auf Zentralisrael: Zwei Tote und mehrere Verletzte

Gefechtskopf einer iranischen Rakete zerbricht in der Luft und verteilt zahlreiche Sprengkörper über dem Zentrum des Landes – mehrere Einschlagstellen im Großraum Tel Aviv.

Raketenangriff
Israelische Rettungs- und Notfallkräfte am Ort des Einschlags einer aus dem Iran abgefeuerten ballistischen Rakete in Yehud, 9. März 2026. Foto: Chaim Goldberg/Flash90

Bei einem erneuten Raketenangriff aus dem Iran sind am Montag im Zentrum Israels zwei Menschen getötet worden, mehrere weitere Menschen wurden verletzt. Der tödliche Vorfall ereignete sich nach Berichten israelischer Medien in Yehud, östlich von Tel Aviv. Rettungskräfte suchten auch Stunden nach dem Angriff noch mehrere Einschlagsorte ab und überprüften die betroffenen Gebiete auf mögliche weitere Sprengkörper.

Nach Angaben der Einsatzkräfte zerbrach der Gefechtskopf einer iranischen Rakete noch in der Luft und verteilte zahlreiche kleinere Sprengkörper über ein größeres Gebiet im Zentrum des Landes. Dadurch kam es an mehreren Orten gleichzeitig zu Einschlägen.

Zuvor heulten in weiten Teilen Zentralisraels, darunter auch im Großraum Tel Aviv, die Sirenen des Raketenalarms. Kurz darauf waren mehrere Explosionen zu hören. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste trafen wenig später an verschiedenen Orten ein, an denen Trümmerteile und Sprengkörper niedergegangen waren.

Nach Angaben der Einsatzkräfte wurden Einschlagstellen unter anderem in Tel Aviv, Bat Yam, Holon, Or Jehuda, Petach Tikwa und Yehud gemeldet. Die Polizei sprach zudem von weiteren Fundorten im Zentrum des Landes, an denen Raketenteile oder kleinere Sprengkörper niedergegangen waren.

Israelische Rettungs- und Notfallkräfte am Ort des Einschlags einer aus dem Iran abgefeuerten ballistischen Rakete in Bat Yam, 9. März 2026. Foto: Yehoshua Yosef/Flash90.

Spezialisten der Polizei suchten anschließend nach möglichen Blindgängern. Solche Sprengkörper können auch Stunden nach einem Angriff noch eine Gefahr darstellen. Die Behörden riefen die Bevölkerung deshalb auf, verdächtige Gegenstände nicht zu berühren und sofort die Sicherheitskräfte zu verständigen.

Bereits am Sonntag war das dicht besiedelte Zentrum Israels Ziel eines iranischen Raketenangriffs gewesen. Der Rettungsdienst Magen David Adom behandelte dabei sechs Verletzte, darunter einen Mann um die 40 Jahre in ernstem Zustand sowie einen 25-jährigen Mann mit mittelschweren Verletzungen. Weitere Personen erlitten leichtere Verletzungen.

Während eines Raketenalarms kam es zudem auf der Schnellstraße 5, der Trans-Samaria-Autobahn, zu einem Verkehrsunfall. Ein Lastwagenfahrer kollidierte mit einem Pkw, nachdem der Alarm ausgelöst worden war. Zwei Menschen wurden dabei verletzt, einer von ihnen schwer.

Trotz der hohen Abfangquote der israelischen Raketenabwehr führen herabfallende Trümmerteile und Sprengkörper weiterhin zu Schäden und Opfern im Land.

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Patrick Callahan

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