Seit dem 7. Oktober gibt es in Israel zwei Arten von Alltag. Den alten – mit Arbeit, Studium, Haushalt, Terminen, Rechnungen. Und den neuen – mit Nachrichten über gefallene Soldaten, Geiseln, Raketenalarm und persönlichen Geschichten, die man nicht so schnell vergisst. Beides passiert gleichzeitig. Und wir leben weiter – irgendwie.
Unser jüngster Sohn studiert an einer Musikschule. Er singt, probt, nimmt auf. Während wir zu Hause die Nachrichten verfolgen, sitzt er im Unterricht, zusammen mit der Nichte von Eli Sharabi, welcher monatelang als Geisel von der Hamas festgehalten wurde. Elis Bruder Yossi wurde in Gefangenschaft ermordet. Diese Nähe zum Geschehen begegnet einem hier überall. Es sind keine fernen Schlagzeilen, es betrifft die Menschen, denen man begegnet. In der Schule, zu Hause, im Zug.
Unsere Tochter geht zur Arbeit, besucht zusätzlich Weiterbildungskurse. Sie macht ihre Arbeit gewissenhaft und denkt an die nächsten Schritte in ihrem Leben. Während ihres Praktikums an der Hochschule für Design hatte sie eine Kollegin, die, zusammen mit ihrer Schwester, bei der Nova-Party ermordet wurde. Und manchmal erinnert sie sich an ihre Kindheitsfreundin, deren jüngerer Bruder auch auf...
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Lieber Dov, vielen Dank das Sie uns auf Ihre ganz persönliche Sicht des Lebens in Israel mitgenommen haben.Es bringt es ganz dicht in unser Leben hinein und mache Nachrichten soviel verständlicher. Gott segne und behütete Sie und Ihre Familie sowie alle Mitarbeiter von ISRAEL HEUTE. Liebe Grüße aus Deutschland 🙏