Zwei Menschen seien im nördlichen Gazastreifen getötet worden, nachdem Bewaffnete einen Hilfskonvoi angegriffen hätten, teilte das WFP am Montag mit.
Die Hamas warf der UN-Organisation nach dem Vorfall vor, die Sicherheitsmaßnahmen nicht richtig koordiniert zu haben, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtete.
Das WFP erklärte, der Angriff habe sich während einer „koordinierten Bewegung zur Lieferung von 40 Lastwagen im Namen humanitärer Partner“ am Sonntag ereignet, die durch „gewaltsame bewaffnete Plünderungen, die zum Tod von zwei Personen führten“, unterbrochen worden sei.
„Während der bewaffneten Plünderung gingen fünf Lastwagen mit wichtigen Hilfsgütern verloren“, fügte die Organisation hinzu.
Die Hamas verurteilte das WFP in einer Erklärung und bezeichnete den Vorfall als „katastrophalen Fehler“, der „zwei Menschen das Leben kostete und Dutzende durch Schüsse verletzte“.
Die Gruppe forderte Rechenschaftspflicht und erklärte: „Wir machen [das WFP] voll verantwortlich und verlangen, dass es sich an die etablierten Protokolle zur Koordination der Sicherheit von Hilfskonvois hält“.
Das WFP betonte, dass in den vergangenen zwei Wochen „fast jede Bewegung von Hilfsgütern über die Grenzübergänge im Süden und im Zentrum des Gazastreifens von Gewalt, Plünderungen und tragischen Todesfällen aufgrund von Angriffen sowie dem Fehlen von Recht und Ordnung entlang der Konvoirouten innerhalb des Gazastreifens überschattet wurde“.
Die Vereinten Nationen berichteten, dass am 22. Dezember 23 Lastwagen bei Plünderungen verloren gingen, nachdem die israelischen Verteidigungskräfte ihre Bemühungen, die Routen für humanitäre Hilfslieferungen in den Gazastreifen zu sichern, verstärkt hatten und Berichten zufolge kurzfristige Erfolge erzielten.
Plünderungen durch bewaffnete Banden, von denen viele angeblich Verbindungen zu terroristischen Gruppen haben, haben zugenommen und stellen ein großes Hindernis für die Lieferung von Hilfsgütern und die Sicherheit dar.
Die Vereinten Nationen argumentieren, dass Israel nach internationalem Recht für die Sicherheit der Hilfsgüter und der humanitären Helfer verantwortlich ist. Gleichzeitig weigern sie sich, die Konvois zu eskortieren, da sie die Konfliktparteien aus der Gleichung heraushalten wollen.
Die Weltorganisation hat nicht erklärt, wie die IDF die Sicherheit der Routen gewährleisten soll, wenn sie die Konvois nicht begleiten darf.
(JNS)




