
Einige Wochen vor ihrer denkwürdigen Verlesung gab der junge Anwalt Mordechai Beham der israelischen Unabhängigkeitserklärung ihren Wortlaut. Er tat dies auf Bitten von Pinchas Rosen, der dann Justizminister wurde. Bis der Text die Gestalt erhalten hatte, in der er zum nationalen Eigentum des Staates wurde, durchlief er selbstverständlich diverse Stadien der Entstehung. Diese Entwürfe blieben im Familienbesitz der Behams, namentlich der Söhne Daniel und Rafael.
Vor gut einem Jahr beschlossen sie, die Entwürfe zu versteigern, auf einen Erlös in Millionenhöhe hoffend. Aber so einfach war das nicht, denn als die Regierung davon Wind bekam, klagte sie auf Überlassung der Manuskripte. Begründung: Weil der Vater Bediensteter des Staates gewesen sei, gehörten die im Zusammenhang mit diesem Dienstverhältnis geschaffenen Dokumente ebenfalls dem Staat. Die...
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