Dieser Einzelfall ist aber äußerst interessant. Es geht darum, dass ein messianisches Paar heiraten möchte, und zwar in Israel, auf traditionelle, jüdische Weise. Da in Israel nicht standesamtlich, sondern nur auf religiösem Wege geheiratet wird, muss also bei der entsprechenden religiösen Instanz eine Erlaubnis eingeholt werden. Das Problem: Das orthodoxe Judentum, in Israel zuständig für jüdische Hochzeiten, ordnet den Glauben an Jesus allein dem Christentum zu.
as junge jüdische Paar fand sich damit nicht ab und zog vor das rabbinische Gericht, um als Juden heiraten zu dürfen. Vor Gericht erschien ebenfalls ein Vertreter der antimessianischen Organisation Yad L’Achim. Dem Verhandlungsprotokoll zufolge wurden dem Paar Fragen gestellt, die ihren Glauben betrafen. Der Diskurs könnte so in der Apostelgeschichte stehen.
Gericht: „Welche Macht oder Autorität hat Jesus?“
Antragsteller: „Alle Macht und Autorität, die dem Messias gegeben ist, so wie es in den hebräischen Schriften geschrieben steht.“
Gericht: „Auch göttliche Macht?“
Antragsteller: „Ja, wie es geschrieben steht, der Messias wird wie Gott sein.“
Gericht: „Glaubt ihr, dass...
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