Kultur

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Wie der Vater, so der Sohn

Im Dezember begeisterte Enrique Iglesias (40) sein israelisches Publikum.

Foto: AP Photo/Oded Balilty

Die beiden Konzerte in Tel Aviv waren binnen weniger Stunden ausverkauft. „Ich kann es kaum erwarten, mein Publikum in Israel kennenzulernen“, sagte Iglesias wenige Tage, bevor er in Israel eintraf.

Sean (Schachar) Hurwitz aus Jerusalem spielte die Leadgitarre. Der Israeli begleitet Iglesias bereits seit einem halben Jahr auf der Welttournee. Iglesias besuchte die Klagemauer und ließ es sich auch nicht nehmen, einen Zettel in die uralten Steinritzen zu stecken. Auch für gemeinsame Fotos mit den Soldaten vor der Klagemauer stand er gern zur Verfügung. „Es ist wichtig, dass in Zeiten wie diesen Künstler nach Israel kommen“, sagte Iglesias. „Wir werden weiterhin Botschafter Israels sein, die Israel und die israelischen Zuschauer lieben.“

Enrique ist ein Sohn der spanischen Legende Julio Iglesias (72), seine Mutter Isabel Preysler war Schönheitskönigin auf den Philippinen. In einem offenen Gespräch mit der israelischen Tageszeitung Jediot Achronot hob Iglesias Jr. hervor, wie sehr er Israel liebt, besonders die Menschen. Dann erzählte er von seinem Verhältnis zu Vater Julio: „Ich habe kaum einen Bezug zu meinem Vater. Alles, was ich erreicht habe, schaffte ich ohne seine Hilfe“.

 

Während Enrique in Israel war, kündigte Julio Iglesias an, am 7. Mai 2016 wieder in Tel Aviv auftreten zu wollen. „Love Machine“ Iglesias kommt nicht zum ersten Mal nach Israel. Es ist kein Geheimnis, dass auch er Land und Leute in Zion sehr liebt. „Ich weiß schon mein ganzes Leben lang Bescheid über die jüdische Vergangenheit meiner Familie. Wie oft haben wir darüber gesprochen!“, zitierte ihn vor Jahren die israelische Presse. „Wir sprachen auch oft über die spanische Inquisition unter uns sephardischen Juden. Der Name meiner Mutter De la Cueva y  Perignat ist ein jüdischer Name.“

 

Dies erklärt seine vergleichsweise häufigen Auftritte im Land: 2013, 2009, 2001. „Die Welt versteht, dass das jüdische Volk mit seinen Gebräuchen und seinem Charakter die Welt zu einem besseren Ort macht“, hatte Iglesias damals gesagt. „Jedes Mal, wenn ich in Israel bin, stoße ich auf irgendetwas Einzigartiges und Neues im Land. Ich sehe ein starkes jüdisches Land, in dem spanische und russische Juden, Argentinier und andere Juden zusammenleben und die gemeinsame Motivation haben, den Staat Israel als sicheren Wohnplatz zu bewahren. Das berührt mein Herz!“

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Patrick Callahan

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