In allen gesellschaftlichen Kreisen lassen sich Menschen davon beeinflussen, auch wir Gläubigen. Kinder orientieren sich in ihrer Schulklasse an ihren Klassenkameraden, in der Armee sind es die Kameraden, auch innerhalb der Familie, unter Freunden, in Gemeinden oder Synagogen werden wir von diesem Gedanken gesteuert. Wir sind nunmal nur Menschen, daher ist es uns wichtig, was Andere über uns denken und wie sie über uns sprechen.
Die meisten Menschen haben nicht den Mut, diesen Gedanken zu ignorieren. Das führt oft dazu, dass man anders handelt, als man eigentlich möchte. Sicherlich kann das jeder nachvollziehen. Nicht nur in der christlichen Welt, auch in der jüdischen leben Gläubige oft nur so, wie es von ihrem Umfeld oder der eigenen Familie verlangt wird. Ich habe über die Jahre viele Juden und Christen kennengelernt, die theoretisch an Gott glauben und alle Regeln einhalten. Von außen sieht es so aus, als seien sie perfekte Gläubige. Alles scheint stimmig. Doch worin liegen die Motive für ihr Verhalten? Ist es, weil sie so erzogen worden sind und es nicht anders kennen? Sie gehen Woche für Woche in...
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