Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, sagte am Mittwoch im schweizerischen Davos gegenüber Al Jazeera, dass der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu seit dem Angriff der Hamas-Terroristen auf Israel am 7. Oktober seine Anrufe nicht mehr entgegennehme.
Guterres sagte dem in Doha (Katar) ansässigen Sender, er habe „um ein Gespräch mit Ministerpräsident Netanjahu gebeten, und bis jetzt noch keinen Anruf erhalten“.
Der Generalsekretär fügte hinzu, er habe „mit anderen gesprochen, und ich kann Ihnen sagen, dass wir mit Israel auf der Grundlage der Interessen des israelischen Volkes und der Interessen des palästinensischen Volkes zusammenarbeiten, und nichts wird uns dazu bringen, von diesem Prinzip abzuweichen“.
Guterres zog den Zorn israelischer Offizieller auf sich, als er am 24. Oktober vor dem UNO-Sicherheitsrat sagte: „Es ist wichtig, auch anzuerkennen, dass die Angriffe der Hamas nicht in einem Vakuum stattgefunden haben“. Er fügte hinzu, dass „das palästinensische Volk 56 Jahre lang unter einer erdrückenden Besatzung gelitten hat“.
„Herr Generalsekretär, in welcher Welt leben Sie?“, entgegnete der damalige israelische Außenminister Eli Cohen dem Sicherheitsrat. „Das ist definitiv nicht unsere Welt.“
Cohen, der sich zu diesem Zeitpunkt bei den Vereinten Nationen aufhielt, sagte ein für den Nachmittag geplantes Treffen mit Guterres ab.
Auch israelische Politiker aus dem gesamten politischen Spektrum kritisierten Guterres zu diesem Zeitpunkt.
Siehe dazu: UN: Keine Hinweise auf ausgeklügeltes Tunnelsystem der Hamas
Fordert weiterhin einen „sofortigen humanitären Waffenstillstand
Am Donnerstag sagte Guterres‘ Sprecher Stephane Dujarric gegenüber Reportern, sein Chef habe gewusst, dass Netanjahu die Nachricht von dem Anruf von Guterres erhalten habe.
„Die Tatsache, dass der Generalsekretär keinen Anruf bekommen hat, hat ihn nicht davon abgehalten, mit vielen israelischen Offiziellen zu sprechen, sei es mit dem Präsidenten, dem ständigen Vertreter oder dem Verteidigungsminister“, sagte er.
Guterres scheint ein relativ offenes Verhältnis zum israelischen Präsidenten Isaac Herzog zu haben. Das Büro des UN-Chefs hat wiederholt betont, dass die Kommunikation zwischen UN-Mitarbeitern und ihren israelischen Amtskollegen auf Augenhöhe funktioniere.
Obwohl Guterres keinen direkten Draht zu Netanjahu hat, ist der UN-Chef entschlossen, alles in seiner Macht Stehende zu tun, um einen sofortigen humanitären Waffenstillstand zu erreichen und diese Tragödie – in Ermangelung eines besseren Wortes – in eine Chance zu verwandeln“, sagte Dujarric.
Guterres wird von vielen israelischen zivilgesellschaftlichen Gruppen und jüdischen Organisationen in den USA kritisiert, ihrer Meinung nach hätten die Vereinten Nationen wenig oder gar kein Mitgefühl für die Opfer des Hamas-Angriffs gezeigt. Die Gruppen werfen der internationalen Organisation auch vor, nicht genug getan zu haben, um die restlichen 136 Geiseln zu befreien, die von den Hamas-Terroristen im Gazastreifen festgehalten werden, und eine Tendenz gezeigt zu haben, reflexartig Israel für die Notlage der Palästinenser im Gazastreifen verantwortlich zu machen.





Guterres ist seiner Aufgabe nicht gewachsen. Er zeugt keine neutrale Position und verwechselt demokratisches und diktatorisches Handeln. Die UN ist mittlerweile weitgehend undemokratisch aufgestellt, vertritt also nicht mehr demokratische Prinzipien. Das zeigt sich auch sehr deutlich bei den Resolutionen, die gegen Israel massiv herausgebracht werden und in vielen anderen weltweiten Geschehen unterlassen bzw. erst garnicht in Betracht gezogen werden.
Wozu braucht man einen solchen Apparat, der den Ländern sehr viel Geld kostet und anscheinend überflüssig ist. Die UNRWA ist das größte Übel dabei, eine Veruntreuung von internationalen Geldern, die nicht den ursprünglichen Aufgaben entsprechen, aktuellen Flüchtlingen eine Heimat zu geben.