Tunesischer Präsident bezeichnet Juden als Diebe EPA-EFE/FETHI BELAID / POOL
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Tunesischer Präsident bezeichnet Juden als Diebe

Schon immer haben Präsidenten und Könige diesen effektiven Weg zu nutzen gewusst, um von internen Problemen abzulenken: Man beschuldigt die Juden.

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Zehn Jahre nach Beginn des Arabischen Frühlings in Tunesien ist das Land erneut in den Schlagzeilen. Grund dafür ist eine Reihe von gewalttätigen Demonstrationen vor dem Hintergrund wirtschaftlicher Not. Beunruhigt von den Demonstrationen, fand der tunesische Präsident einen originellen Weg, Anhänger und Fans um sich zu scharen und mit den Beschwerden umzugehen. Schon immer haben Präsidenten und Könige diesen effektiven Weg zu nutzen gewusst, um sich aus prekären Situationen zu befreien und von internen Problemen abzulenken: Man greife einfach Israel an.

Saddam Hussein tat dies im Golfkrieg, indem er 39 Raketen auf Israel abfeuerte, nachdem die USA ihn angegriffen hatten, als er in Kuwait einmarschierte. Und so haben es viele nach ihm getan. Feindseligkeit gegen Israel oder gegen die Juden dient routinemäßig als einigendes Element.

Und dessen hat sich jetzt auch der tunesische Präsident Kais Saied bedient. Bei einem Besuch in einem Vorort von Tunis beschuldigte er die Juden, sie seien nichts als Diebe.

 “Wir wissen sehr gut, wer...

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