Der UN-Sicherheitsrat hat der amerikanischen Initiative zur Stationierung einer internationalen Truppe im Gazastreifen zugestimmt. Diese US-Initiative macht Jerusalem Sorgen. Vor allem wird bezweifelt, dass die Terrororganisation Hamas tatsächlich entwaffnet wird, obwohl genau dies explizit Bestandteil der Resolution ist. Zugleich wächst in Jerusalem die Furcht vor Artikel 7, der nach Einschätzung israelischer Experten als möglicher Weg zur Errichtung eines „palästinensischen Staates“ dienen könnte. Dieser Vorschlag wurde von Israels engsten Verbündeten in Washington dem UN-Sicherheitsrat vorgelegt und daher hütete sich Israel, damit vorsichtig umzugehen. Für die USA ist dies ein diplomatischer Durchbruch, für Hamas ein Schock und für Israel ein möglicher Moment der Hoffnung, aber auch der Unsicherheit. Die Ereignisse rund um die UN-Resolution entfalten nicht nur geopolitische, sondern auch tief biblische Dimensionen. Für viele Israelis, religiös wie säkular, ist klar: Die Geschichte des Landes verläuft nicht im luftleeren Raum, sondern im langen Schatten der Verheißungen, Warnungen und Muster der Bibel. Zunächst fällt auf, wie sehr die aktuelle Dynamik einem vertrauten biblischen Muster entspricht: Großmächte entscheiden über das Schicksal Israels, oft mit guten Absichten, aber ohne echte Kenntnis der geistigen Struktur des...
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