Manchmal habe ich den Eindruck, dass unsere Leser nicht wirklich verstehen, in welcher Situation sich Israels Politik befindet. Was für eine Knesset wurde gewählt und was für eine Regierungskoalition daraus gewachsen ist. Was ihr aus den Medien verstanden habt, ist die Tatsache, dass eine rechtsreligiöse Regierung im Land herrscht. Das hört sich für euch fremd und jüdisch an. Einige unter euch loben Israels rechtsreligiöse Koalition, weil Benjamin Netanjahu wieder herrscht, anderen Menschen macht sie Angst. Zur Erinnerung, die rechtsorientierte Likud von Netanjahu erhielt 32 Knessetsitze, der religiös-zionistische Parteibund von Bezalel Smotrich und Itamar Ben-Gvir 14, die orthodox-sephardische Schass Partei von Arie Deri 11 und die ultraorthodoxe Vereinte Tora Partei 7. Total 64 Knessetsitze von 120. Über die Hälfte sind der Koalitionsmitglieder sind religiöse Juden! 16 der 30 Minister in der Regierung sind entweder religiöse oder orthodoxe Juden!

Nun möchte ich auch Israels neue Regierung im christlichen Stil vorstellen, damit ihr die jüdische Regierung in Jerusalem versteht. Stellt euch vor, in eines der europäischen Ländern erhält eine rechtsorientierte Partei vom Staatspräsidenten das Mandat eine Koalition zu bilden. Nicht nur das, die Mehrheit im Volk wählte mehr die rechten und religiösen Parteien. Ein Knockout für die Linken wie in Israel. Nun bildet der Parteichef der großen Partei eine Koalition und lädt 14 Volksvertreter der evangelischen, evangelikalen charismatischen und freikirchlichen Gemeinschaft an den Regierungstisch ein. Diese sind mit den religiösen Siedlern und Zionisten zu vergleichen, die in bestimmter Weise einen ähnlichen und lebendigen Glaubensstil wie die erwähnten Christen haben.

Eine andere Parallele könnte man zwischen der orthodoxen Schass Partei und den Brüdergemeinden, Pietisten oder anderen strenggläubigen Gemeinschaften ziehen. Elf weitere Repräsentanten aus diesen Kreisen kommen an den Regierungstisch. Und die letzten sieben ultraorthodoxen Knessetabgeordneten sind mit Vertreter der orthodoxen Kirchen oder Katholiken zu vergleichen. Ein rechts-christlicher Koalitionsbund, von rechts bis zu religiösen Christen, strenggläubigen Christen und ultraorthodoxen Kirchenchristen regieren nun die Schweiz oder Deutschland, Österreich oder jedes andere christliche Abendland in Europa. Zudem sind 16 der 30 Minister in der Regierung fromme Christen, einschließlich orthodoxe Kirchenvertreter mit engen Verbindungen zum Vatikan. Theoretisch wären sie in der Lage religiöse Gesetze zu verabschieden. Aber das ist in Europa heute weniger möglich, denn Religion und Politik haben sich voneinander getrennt. Aber nicht in Israel. Im Heiligen Land arbeiten Religion und Politik Hand in Hand, aber nicht immer in „perfekter Harmonie“.
Nicht nur das, der Parlamentssprecher, wie zum Beispiel der Präsident des Deutschen Bundestages ist ein homosexueller Politiker, der von den rechten bis strenggläubigen Christen einstimmig zum Amt gewählt wurde. Dieser stellt dem Deutschen Bundestag seinen Ehemann vor und die orthodoxen Christen verstecken ihre Gesichter vor Blamage, obwohl sie wenige Stunden vorher für den schwulen Präsidenten des Deutschen Bundestages gestimmt haben. Zwei Tage später wachen auch die Kirchenväter und Pfarrer auf und kritisieren in den Medien die Wahl des schwulen Politikers. Eine paradoxe und bizarre Regierungskoalition.

Und in dieser Situation befindet sich der Judenstaat. In Israel sind die Menschen grundsätzlich gläubiger und daher wählten sie eine strenggläubige Regierung. Die biblischen Verheißungen spielen in der Politik eine wichtige Rolle, denn Israel muss die biblische Verheißung verteidigen. Und wer das mehr als alle anderen im Land zum Ausdruck bringt, sind die rechten und religiösen Juden im Land, die Mehrheit im Volk. Israels Existenz fundiert auf biblischen Werten und Ideen, was in den Wahlkampagnen immer wieder zum Vorschein kommt. Gleichzeitig signalisiert Israel auch Liberalismus. Laut ausländischen Medien hat Tel Aviv seit Jahren den Ruf die schwulenfreundlichste Stadt der Welt zu sein. Israel ist ein Land, in dem Heiligkeit und Liberalismus zusammenleben. Nicht immer ist dies möglich und gemäß biblischen Maßen ist Liberalismus, sowie wir ihn heute verstehen, Sünde. Aber Israel ist Israel, zum Guten und zum Bösen. Ein Licht für die Nationen, wie wir immer wieder gerne betonen!







Ja, es gibt nichts das verschiedener ist als ungleich…
Dieses, was die Mehrheit gut findet ist gut und richtig, teile ich sowieso nicht.
Eine Lüge wird nicht zur Wahrheit, falsches wird nicht richtig und das Böse wird nicht gut, nur weil es von einer Mehrheit akzeptiert wird.
Gott ist nicht Humanist, und er ist auch nicht verwirrt. Er weiss immer noch was er in der Bibel gesagt hat. Ist man ein Licht der Nationen, wenn man die vorherrschenden Meinungen der Nationen einfach übernimmt.
Jeder ist für sich selber verantwortlich, wie und für was er sich entscheidet. Man wird sich einmal nicht damit entschuldigen können, dass die Mehrheit das ja auch gemacht hat..!
DIESE BEIDEN BILDER bringen die Angelegenheit–die Herausforderungen generell und dann auch in der Regierung optisch total gut auf den Punkt….erschütternd, welche Macht doch der Feind hat und
immer wieder beeindruckend, wie Recht die Bibel hat…nebenbei nichts Neues unter der Sonne: Sodom und Gomorrah werden mehrmals in der Bibel beschrieben,
beginnend zu der Zeit, wo Abra(ha)m von Gott seinen Auftrag bekommen hatte und Lot mit ihm unterwegs war, und sich dann schließlich in Sodom niederließ.