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Tacheles mit Aviel – Plante Sinwar den Überfall alleine?

Tacheles, offen und unverblümt sage ich meine Meinung. Der Mann unter der Erde macht uns alle verrückt. Niemand weiß so recht, was er will, was er plant und wo er überhaupt ist.

Sinwar
Yahya Sinwar. Foto: EPA-EFE/MOHAMMED SABER

In den israelischen und arabischen Medien wird oft davon gesprochen, dass Hamas-Chef Yahya Sinwar im Gazastreifen nicht nur den Kontakt zum Politbüro der Hamas in Katar verloren hat, sondern auch zur Realität unter freiem Himmel. Den blauen Himmel hat Sinwar wahrscheinlich seit dem 7. Oktober nicht mehr gesehen, denn seitdem versteckt er sich mit seiner Familie irgendwo unter der Erde. Nicht nur das, jetzt wurde auch bestätigt, dass es zwischen seinen Kollegen in Katar und Sinwar brodelt. Khaled Mashal und Ismail Haniya sollen von dem Überfall am siebten Oktober nichts gewusst haben. Oder wollen sie alle Schuld auf Sinwar schieben, nachdem der jüngste UN-Bericht belegt, dass Hamas-Terroristen am 7. Oktober massenhaft israelische Frauen vergewaltigt haben? Das könnte schwerwiegende Folgen für die Hamas haben. Übrigens: In der nächsten Druckausgabe werden wir uns mit der Frage beschäftigen, ob Gott auch das Herz von Sinwar verhärtet hat, so wie Gott es mit Pharao in der biblischen Geschichte getan hat.

In den ersten Wochen stellte sich heraus, dass der Iran nichts von dem Angriff am 7. Oktober wusste. Man wusste von der Absicht, ihn durchzuführen, mehr nicht. Darüber haben wir schon damals berichtet. Aber jetzt stellt sich heraus, dass auch die Hamas am Persischen Golf keine Ahnung davon hatte, dass Sinwar bei Sonnenaufgang am schwarzen Schabbat Israel angreifen würde. Ich weiß nicht, ob das wirklich stimmt, aber laut Sky News auf Arabisch hat die Hamas-Führung im Ausland die Entscheidung Sinwars kritisiert, die anderen Hamas-Führer in Katar nicht in den Plan mit einzubeziehen. Handelt es sich hier vielleicht nur um Fake News, um Sinwar die ganze Schuld in die Schuhe zu schieben, weil niemand mit diesen Konsequenzen gerechnet hat und Israel dieses Mal sämtliche Regeln brechen wird? So wie es aussieht, verliert die Hamas diesmal die Führung im Gazastreifen.


Am 7. Oktober hatte die Hamas-Führung in Katar den Angriff auf Israel noch gefeiert. Jetzt würde man sich gerne von Sinwar und der Hamas im Gazastreifen distanzieren.

Sky News berichtete diese Woche, dass die Entscheidung, Israel anzugreifen, nur von Yahya Sinwar, seinem Bruder Mohammed, Mohammed Deif und Marwan Issa getroffen wurde. Im Januar hatte eine der größten arabischen Tageszeitungen, a-Sharq el-Awsat, einen Bericht veröffentlicht, der sich auf palästinensische Quellen aus dem Umfeld der Qassam-Terroristen stützte und demzufolge die Entscheidung für den Angriff allein von fünf Hamas-Führern aus dem Gazastreifen getroffen wurde. Alle anderen Hamas-Führer in Katar seien von der Planung völlig ausgeschlossen gewesen und hätten nichts davon gewusst.

Zur Erinnerung: Im vergangenen Monat wurde Sinwars enger Freund und ehemaliger Zellengenosse im israelischen Gefängnis, Esmat Mansour, von Sky News interviewt. Dieser erklärte, dass der tödliche Angriff im Süden Israels eine geplante strategische Operation gewesen sei, um die israelische Belagerung zu beenden. „Damit wollte er auch alle palästinensischen Terroristen aus den israelischen Gefängnissen befreien und ihn, Yahya Sinwar, zum alleinigen Führer des palästinensischen Volkes krönen“, so Esmat Mansour im Interview mit Sky News. Das bestätigen in letzter Zeit immer mehr palästinensische Quellen.


Alle Kalkulationen von Sinwar sind schiefgegangen. „Niemand hatte damit gerechnet, dass Israel wegen des Überfalls alle bisherigen Regeln brechen und die Hamas in eine solche Lage bringen würde“, fügte Mansour hinzu. „Sinwar hatte nicht erwartet, dass die Operation für die Hamas und den Gazastreifen so schlecht ausgehen würde. Israel hatte alle Gründe und Ausreden, alle Regeln zu brechen.“ Ich glaube nicht, dass irgendjemand damit gerechnet hätte. Mansour, der in Ramallah sitzt und mit Sky News sprach, ist sich sicher, dass Sinwar, wenn er gewusst hätte, welche Folgen der Angriff für Israel haben würde, niemals eine solche Operation geplant hätte. Laut Mansour wollte Sinwar eine Wende im Gazastreifen herbeiführen. Laut Mansour versuchte Sinwar mehrmals, mit der Palästinensischen Autonomiebehörde zu verhandeln, gute Beziehungen zu Ägypten aufzubauen und die Blockade um den Gazastreifen aufzuheben. „Sinwar ist mit all dem gescheitert, und deshalb hat er sich entschlossen, Israel anzugreifen“.

Der am 7. Oktober von der UN-Sonderbeauftragten Premila Patten veröffentlichte Bericht über sexuelle Gewalt durch die Hamas enthält vor allem Beweise dafür, dass Hamas-Terroristen während ihrer Angriffe auf Israel Sexualverbrechen begangen haben, darunter Vergewaltigungen, Gruppenvergewaltigungen, sexuelle Nötigung, Genitalverstümmelungen, Nacktheit und Körperfesseln. Das ist neu und könnte die internationale Hamas-Führung in Katar in ernsthafte Schwierigkeiten bringen. Die Hamas dementierte die Vorwürfe und erklärte, es handele sich um „falsche Anschuldigungen ohne Grundlage, die eine Dämonisierung der Hamas darstellen“.

Der Bericht der UN-Sonderbeauftragten Premila Patten stresst die Hamas. Bild: Shutterstock.

Doch in Israel glaubt man, dass die Hamas durch den UN-Bericht zum ersten Mal unter Druck gerät. Das Echo in den Weltmedien und die schwerwiegenden Konsequenzen, die sich daraus ergeben könnten, seien zu groß. Deshalb hat sich die Hamas erstmals entschlossen, ihr Schweigen mit einer offiziellen Stellungnahme zu brechen. Bereits im Dezember erklärte der hochrangige Hamas-Funktionär Musa Abu Marzouk gegenüber Al-Monitor, dass „die Entführung von Frauen und Kindern ein Fehler war“. Nun mehren sich Stimmen aus dem palästinensischen Umfeld, wonach Yahya Sinwar den Überfall ohne seinen Kollegen in Katar geplant und durchgeführt habe.

Esmat Mansour arbeitet jetzt eher als Analyst und versucht, seinen Freund Yahya Sinwar vor den Medien zu erklären oder die Hamas in Qatar zu entlasten. Was wahr ist und was nicht, ist ein anderes Thema. Er ging auch auf das von Israel veröffentlichte Filmmaterial ein, das Sinwar mit seiner Frau, seinen Kindern und seinem Bruder im Tunnel zeigt. „Das ist ein Propagandavideo der israelischen Armee, das sich vor allem an die palästinensische Öffentlichkeit richtet. Die Israelis verfolgen Sinwar und versuchen, ihn zu fassen. Außerdem ist es eine Botschaft Israels, den Palästinensern zu zeigen, dass Sinwar mit seiner Familie geflohen ist, während die Palästinenser im Gazastreifen leiden.“ Mansour geht davon aus, dass sein Freund immer noch im Gazastreifen ist und ihn unter keinen Umständen verlassen wird. „Er ist der Meinung, dass seine Popularität und seine Legitimität als Führer mit dem Verlassen des Gazastreifens sofort dahin wären.

Damals noch gute Freunde – Ismail Haniyeh und der Führer der Hamas im Gazastreifen, Yahya Sinwar, bei einer Kundgebung anlässlich des 30-jährigen Bestehens der Terrorgruppe am 14. Dezember 2017 in Gaza-Stad. Foto: EPA-EFE/MOHAMMED SABER

Trotz der Berichte über eine tiefe Kluft zwischen Yahya Sinwar in Gaza und dem Politbüro in Katar hängt jeder Waffenstillstand und jeder Geiselaustausch von Sinwar in Gaza ab. Er hat das letzte Wort, denn die israelischen Geiseln sind in seiner Hand. Egal, was die Hamas-Führung in Katar sagt oder denkt, aus israelischer Sicht stehen alle Hamas-Führer am Persischen Golf, im Gazastreifen oder wo auch immer sie sich auf diesem Globus verstecken, auf derselben Todesliste des israelischen Geheimdienstes Mossad. Israel benutzte dafür die biblische Redewendung „Dein Blut sei auf deinem Kopf“ – also wird jeder Kopf der Hamas-Führer bluten, auch wenn es Jahre dauern sollte. Der Überfall im Süden war wie ein biblisches Massaker am Volk Israel.

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Patrick Callahan

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Ein Kommentar zu “Tacheles mit Aviel – Plante Sinwar den Überfall alleine?”

  1. j-glaesser sagt:

    (Israel Heute – Telegram / Donald Trump bereitet sich für sein Comeback in Washington vor. „Alles was Joe Biden berührt wird zu Shit“, Donald, auf dem die Mehrheit im Volk Israel wartet. 5.9 – Aviel Schneider -14:36)
    Sollte Israel nicht Hilfe vom Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs erwarten? Wer auf Menschen hofft ist ein Götzendiener.
    Jeremia 17 / 5
    So spricht der HERR: Verflucht ist der Mann, der sich auf Menschen verlässt und hält Fleisch für seinen Arm und weicht mit seinem Herzen vom HERRN.
    oder auch: Psalm 118 und 146

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