Nach fast drei Jahren Krieg, nach dem Trauma des 7. Oktober, nach den Kämpfen im Gazastreifen, im Libanon und gegenüber dem Iran müsste man eigentlich erwarten, dass die Israelis näher zusammengerückt sind. Doch genau das Gegenteil scheint der Fall zu sein. Eine aktuelle Umfrage der Zeitung Israel Hayom und des Instituts Kantar zeigt die ganze Widersprüchlichkeit der israelischen Gesellschaft. Auf den ersten Blick scheint die Sehnsucht nach Einheit groß zu sein. Eine Mehrheit der Befragten unterstützt grundsätzlich die Idee einer breiten nationalen Regierung nach den Wahlen. Unter allen Befragten liegt die Zustimmung bei 43 Prozent gegenüber 30 Prozent Ablehnung. Unter jüdischen Israelis fällt die Unterstützung mit 47 zu 26 Prozent sogar noch deutlicher aus.
In der Regierungskoalition ist die Zustimmung überwältigend: 61 Prozent befürworten eine breite nationale Regierung, nur 13 Prozent lehnen sie ab. In der Opposition dagegen überwiegt die Skepsis mit 48 Prozent Ablehnung gegenüber 33 Prozent Zustimmung, nicht zuletzt deshalb, weil Ministerpräsident Benjamin Netanjahu selbst diese Idee propagiert. Doch diese Zahlen erzählen nur die halbe Geschichte. Denn...
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Aviel Du hast Jesaja, Jeremia und Hesekiel zitiert. Daraus sollte nicht nur die Entdeckung der gemeinsamen Bestimmung folgen sondern der Glaube an die Tanach und den EINZIGEN GOTT und SEIN HEIL JESHUA.
Das sind für mich die zentralen Sätze: ‚Israel leidet nicht an einem Mangel an Politikern. Israel leidet an einem Mangel an gemeinsamer Bestimmung. Die Geschichte lehrt, dass ein Volk ohne gemeinsame Vision zerfällt.‘
Durch Appelle zur Einheit, schafft man nie Einheit, sondern diese entsteht automatisch und natürlich, wenn alle sich an der Arbeit für ein übergeordnetes Ziel beteiligen. Wenn sie sich unter einer Idee für das Land oder einem Ziel für die Zukunft versammeln und jeder dazu beiträgt, was er kann. Man braucht ein einheitsstiftendes Narrativ, nichts erkünsteltes oder erdachtes, sondern etwas fundamentales, das für alle gleichermaßen zustimmungsfähig ist. Ein Ideal das alle anspricht und durch das die Rivalitäten und alltäglichen Meinungsverschiedenheiten wie Bagatellen erscheinen. Genau das wird Netanjahu und seiner Regierung gelingen.