(JNS) Tragischerweise verharren einige Israelis noch immer gedanklich im 6. Oktober – also in der Zeit vor der Katastrophe, die für jeden mit offenen Augen ein Weckruf hätte sein müssen: dass sich der jüdische Staat eine Politik der Spaltung nicht leisten kann. Offenkundig blind gegenüber der wachsenden Welle des Antisemitismus – von Bondi Beach bis Washington, D.C. – ebenso wie gegenüber den Versuchen der tatsächlichen Feinde Israels, von Teheran bis Beirut, sich für einen weiteren genozidalen Angriff neu zu formieren, richten diese „Israels vom 6. Oktober“ ihren Zorn nach innen. Sie bekämpfen eingebildete Feinde im eigenen Land. Der Angriff des ehemaligen Arbeitspartei-Politikers Haim Ramon auf das Israel Democracy Institute (IDI) ist ein Paradebeispiel dieser Denkweise.
Es wäre verlockend, diese verleumderische Aneinanderreihung haltloser Behauptungen, grober Verzerrungen und tendenziöser Halbwahrheiten unbeantwortet zu lassen – schlicht weil sie keiner Antwort würdig ist. Ebenso naheliegend wäre es, einen Anwalt einzuschalten. Doch da das IDI auf dem Glauben an den Wert einer informierten, überparteilichen und zivilen Debatte gegründet wurde,...
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