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Mitglieder„Sie beschmutzen uns alle“: Siedlerführer gegen jüdische Randalierer

Die Debatte über „Siedlergewalt“ in Judäa und Samaria ist komplizierter, als es viele Schlagzeilen vermuten lassen.

Qusra
Israelische linke Aktivisten versammeln sich in Qusra in Samaria, während palästinensische Bewohner und Unterstützer auf dem Dach eines von israelischen Siedlern belagerten Hauses stehen, 14. August 2026. Foto: Flash90

Ausgerechnet führende Vertreter der Siedlungsbewegung verurteilen die jüdischen Randalierer inzwischen mit ungewöhnlicher Schärfe und fordern Polizei und Sicherheitsbehörden zum Eingreifen auf. Gleichzeitig widersprechen sie der Darstellung, wonach die Gewalt in Qusra von Israelis begonnen wurde. Zwei Wahrheiten können nebeneinander bestehen: Palästinenser können einen Angriff provoziert haben und jüdische Jugendliche können anschließend das Gesetz gebrochen haben. Genau diese unbequeme Grauzone erzählt die eigentliche Geschichte von Qusra. Israel Heute sprach darüber mit Vertretern aus der Siedlerbewegung und hohen Sicherheitsquellen.

Siehe: IDF übernimmt Kontrolle am Brennpunkt Qusra – Palästinenser und jüdische Aktivisten beschuldigen sich gegenseitig

Die gewaltsamen Zusammenstöße im palästinensischen Dorf Qusra in Samaria am vergangenen Samstag haben in Israel eine heftige politische Debatte ausgelöst. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sprach von einer „Handvoll Randalierer“, die das Gesetz breche, der gesetzestreuen Siedlerbevölkerung enormen Schaden zufüge und zugleich die Arbeit der israelischen Armee behindere. Doch hinter der Frage, ob Israelis rechtswidrig handelten, verbirgt sich eine zweite, bislang keineswegs abschließend...

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Patrick Callahan

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