Ausgerechnet führende Vertreter der Siedlungsbewegung verurteilen die jüdischen Randalierer inzwischen mit ungewöhnlicher Schärfe und fordern Polizei und Sicherheitsbehörden zum Eingreifen auf. Gleichzeitig widersprechen sie der Darstellung, wonach die Gewalt in Qusra von Israelis begonnen wurde. Zwei Wahrheiten können nebeneinander bestehen: Palästinenser können einen Angriff provoziert haben und jüdische Jugendliche können anschließend das Gesetz gebrochen haben. Genau diese unbequeme Grauzone erzählt die eigentliche Geschichte von Qusra. Israel Heute sprach darüber mit Vertretern aus der Siedlerbewegung und hohen Sicherheitsquellen.
Die gewaltsamen Zusammenstöße im palästinensischen Dorf Qusra in Samaria am vergangenen Samstag haben in Israel eine heftige politische Debatte ausgelöst. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sprach von einer „Handvoll Randalierer“, die das Gesetz breche, der gesetzestreuen Siedlerbevölkerung enormen Schaden zufüge und zugleich die Arbeit der israelischen Armee behindere. Doch hinter der Frage, ob Israelis rechtswidrig handelten, verbirgt sich eine zweite, bislang keineswegs abschließend...
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