Beim geringsten Anhaltspunkt für irgendein schuldhaftes Verhalten drohen juristische Konsequenzen. Der israelische Soldat sieht sich damit im Gegensatz zu früher einer neuen, nicht minder großen Gefahr ausgesetzt. Immer wieder kommt es vor, dass er in Konfliktsituationen aus Angst, etwas falsch zu machen, die notwendigen Maßnahmen entweder nur gehemmt, zu spät oder gar nicht ergreift. Es gilt, diesen Missstand zu überwinden.
Eyal Platek müsste eigentlich regelmäßig in TV-Shows zu sehen sein, aber nur wer kleine, unbekannte Nachrichtenportale der politischen Rechten liest, weiß von der wertvollen rechtlichen Hilfe, die er Soldaten kostenlos zur Verfügung stellt. Man sollte ebenfalls erwarten können, dass die Medien am „Immunitätsgesetz für Sicherheitskräfte in operativen Einsätzen“ interessiert sind, das Platek verfasste. Bis heute hat jedoch keiner der großen Fernsehkanäle ein Interview mit ihm geführt. Als Aktivist für Menschenrechte mit dem Fokus auf Soldaten ist Eyal Platek für die linksgerichteten Medien in Israel schlicht nicht interessant. Der 54-Jährige ist Oberstleutnant a. D. und berät als Rechtsanwalt die israelische Armee. Eine Herzensangelegenheit ist ihm die Hilfe für Minderheiten wie äthiopische Juden und arabisch sprechende israelische...
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