Ein bewaffneter Mann hat am Donnerstag in der Nähe des israelischen Konsulats in München das Feuer eröffnet. Der Angreifer wurde von deutschen Sicherheitskräften verletzt und festgenommen.
Weitere Verletzte wurden nicht gemeldet
ניסיון פיגוע בגרמניה: יריות נורו לעבר הקונסוליה הישראלית במינכן – אין נפגעים, היורה נוטרל@DovGilHar pic.twitter.com/FQGgBTeSfE
— כאן חדשות (@kann_news) September 5, 2024
„In der Nähe des israelischen Generalkonsulats in München kam es zu einer Schießerei. Das Konsulat ist heute wegen einer Gedenkfeier für das Massaker bei den Olympischen Spielen in München geschlossen, und keiner der Mitarbeiter des Konsulats wurde bei dem Vorfall verletzt“, heißt es in einer Erklärung der israelischen Vertretung. “Der Schütze wurde von deutschen Sicherheitskräften neutralisiert, und die Situation ist unter ihrer Kontrolle.“
Die Münchner Polizei twitterte, dass „Polizeibeamte eine Person sahen, die anscheinend eine Schusswaffe trug. Die Beamten setzten ihre Dienstwaffen ein und die Person wurde getroffen und verletzt. Es gibt derzeit keine Berichte über weitere Verletzte.“
Die Polizei gab an, dass es keine Hinweise auf weitere Verdächtige oder Vorfälle in der bayerischen Landeshauptstadt gab.
Die örtlichen Strafverfolgungsbehörden appellierten an die Öffentlichkeit, keine Bilder des Vorfalls in den sozialen Medien zu veröffentlichen.
Das deutsche Nachrichtenmagazin Der Spiegel berichtete, dass in der Gegend, die abgesperrt und für den Verkehr gesperrt wurde, ein „großer Polizeieinsatz“ im Gange sei.
In der Nähe des Ortes des Geschehens befindet sich auch das Dokumentationszentrum für die Geschichte des Nationalsozialismus.
Kurz nach dem Anschlag sprach der israelische Präsident Isaac Herzog mit seinem deutschen Amtskollegen und „lieben Freund“ Frank-Walter Steinmeier.
„Gemeinsam haben wir unsere gemeinsame Verurteilung und unser Entsetzen über den Terroranschlag heute Morgen in der Nähe des israelischen Konsulats in München zum Ausdruck gebracht„, schrieb Herzog am 12. Oktober.
“An dem Tag, an dem unsere Brüder und Schwestern in München der mutigen Athleten gedenken wollten, die vor 52 Jahren von Terroristen ermordet wurden, kam ein hasserfüllter Terrorist und versuchte erneut, unschuldige Menschen zu ermorden“, fuhr er fort.
„Ich möchte den deutschen Sicherheitsdiensten für ihr schnelles Handeln danken und allen, die ins Visier genommen wurden, meine Unterstützung aussprechen. Gemeinsam stehen wir dem Terror stark gegenüber. Gemeinsam werden wir ihn überwinden“, sagte Herzog.
Die deutsche Innenministerin Nancy Faeser bezeichnete die Schießerei als ‚schwerwiegenden Vorfall‘ und sagte, sie stehe in Kontakt mit den Rettungsdiensten, wolle aber nicht über weitere Einzelheiten spekulieren.
Sie sagte, der Schutz israelischer Einrichtungen in Deutschland habe höchste Priorität.




