(Foto: Yonatan Sindel/Flash90)
Zweimal im Jahr, zu Pessach und zum Neujahr, werden aus den Ritzen der Steine der Klagemauer die mehreren tausend Zettel entfernt, die von Besuchern der Mauer dort hineingesteckt worden sind, auf denen sie Gebete und Bitten an G’tt aufgeschrieben haben.
Damit auch weiterhin genug Platz für neue Zettel sein wird, haben in der vergangenen Woche Arbeiter zusammen mit dem Rabbiner der Klagemauer, Rabbiner Shmuel Rabinovitch, in mühseliger Arbeit die Zettel entfernt.

Und was passiert mit den Zetteln? Sie werden natürlich nicht weggeworfen, sondern in Säcke gefüllt, die dann in einem besonderen Grab auf dem Ölberg begraben werden.
Auch würden die Zettel mit den Bitten nie ihre Gültigkeit verlieren, erklärte der Rabbiner der Klagemauer. „Es reicht eine einzige Sekunde, die der Zettel in der Klagemauer liegt, denn was wichtig ist, ist die Absicht, die hinter dem Schreiben des Zettels steht“, sagte er weiter.




