Pessach und die Plage

Heute, da Israel im Schatten der Coronavirus-Pandemie das Pessachfest feiert, sind Vergleiche mit dem Exodus aus Ägypten unvermeidlich.

Foto: Yossi Zamir/Flash90

Die Plage, die den Weg für die Flucht des Volkes aus der Sklaverei bereitete, war der Tod der Erstgeborenen. Die Söhne der Israeliten wurden durch das Blut eines perfekten männlichen Lammes verschont, das an die Türpfosten ihrer Häuser gestrichen war. Dies symbolisierte Jesus, das Pessach-Lamm(der Erstgeborene seiner irdischen Familie), der 1500 Jahre später für die Sünden der Welt an einem Kreuz außerhalb Jerusalems starb. Es könnte sein, dass COVID-19 heute zu ihrer Errettung führen und ihnen helfen könnte, die Augen für ihren wahren Messias zu öffnen.

Innerhalb einer Generation nach Jesu Tod wurde sein Volk, wie er es vorhergesagt hatte, an die vier Enden der Welt verbannt. Es hatte ihn nicht erkannt. Vielleicht ist es bezeichnend, dass viele Juden aus Amerika und anderswo, die traditionell zu diesem Fest nach Jerusalem reisen, in diesem Jahr nicht in der Lage sind, dies zu tun. Aber sie können das Fest feiern, das in diesem Jahr genau mit Ostern zusammenfällt, da es um das für uns geopferte Pessach-Lamm geht, dem neues Leben im Gelobten Land folgt. Der auferstandene Jesus wartet mit offenen Armen darauf, sie zu empfangen, wenn sie nur die Türen ihres Herzens mit dem Blut, das er am Kreuz vergossen hat, kennzeichnen würden.

Vielleicht wird die Abriegelung noch viele weitere dazu anspornen, Alijah zu machen, indem sie – wenn es die Situation erlaubt – in das Land ihrer Vorfahren zurückkehren, wo sie von dem Empfang überrascht sein könnten, den sie selbst von vermeintlichen Feinden erhalten.

Ein arabischer Pastor aus Nazareth beispielsweise hilft jüdischen Familien, Pessach inmitten der COVID-Krise zu feiern. Er und seine Gemeindemitglieder verteilen Pakete mit koscherem Essen und Wein. Er sagt, dass sein Glaube ihn gelehrt hat, die Juden zu lieben, die er als seinen „älteren Bruder“ betrachtet.

Wir sind momentan mit einer Plage konfrontiert, die weltweit Schaden anrichtet. Aber es ist immer noch so, dass denen, die auf den Herrn vertrauen, Zuflucht und Sicherheit versprochen wird. (Psalm 91,3) Obwohl wir gegen die Krankheiten, die der heutigen Welt zugefügt werden, nicht immun sind, werden wir für die Ewigkeit durch das Blut Christi, „das sühnende Opfer für unsere Sünden“, verschont. (1. Johannes 2,2)

Südafrikanische Freunde sehen eine Verbindung zum Passahfest in ihrer eigenen Erfahrung. Ihre Regierung hatte eine 21-tägige Abriegelung angekündigt, die am 16. April mit dem Abschluss des Pessachfestes enden soll. Sie erinnerten uns an einen weiteren Vers aus Jesaja: „Geht, mein Volk, geht in eure Räume und schließt die Türen hinter euch zu; versteckt euch eine Weile, bis sein Zorn vorübergegangen ist. Seht, der Herr kommt aus seiner Wohnung heraus, um die Menschen auf der Erde für ihre Sünden zu bestrafen. Die Erde wird das auf ihr vergossene Blut offenbaren; die Erde wird ihre Erschlagenen nicht mehr verbergen“. (Jes. 26,20f)

Manis Friedman ist ein sehr optimistischer Rabbiner, der in einer Predigt vor Pessach darauf hinwies, dass die Pandemie uns unermesslichen Segen in unser Leben bringen könnte – mit erneuter Konzentration auf Familienbeziehungen zum Beispiel.

Der Virus sei eine Erinnerung daran, dass wir weder das Universum gemeistert noch die Natur erobert hätten, und dass es für alles einen göttlichen Grund gäbe. Es sei auch eine fantastische Gelegenheit, uns von Gewohnheiten zu befreien, die wir seit Jahren ändern wollten. Wir sollten uns die Frage zu stellen: „Wofür leben wir?“

Tatsächlich sagen immer mehr Oberrabbiner, dass wir alle Anzeichen für das Kommen des Messias sehen. Und das hat anscheinend alles mit Königen zu tun. Die Rabbiner weisen auf drei Faktoren hin: Erstens, dass Israel aufgrund wiederholter Misserfolge bei der Regierungsbildung innerhalb des letzten Jahres sozusagen ohne König ist, obwohl jetzt eine Einheitskoalition ausgearbeitet wird. Zweitens ist Präsident Trump, der mächtigste Regierungschef der Welt, in die Fußstapfen des altpersischen Königs Cyrus getreten, indem er die Legitimität Israels anerkannt hat, und drittens sehen sie die im Januar in Jerusalem abgehaltene Versammlung von Königen für das besondere Holocaust-Denkmal als eine Ehrung des jüdischen Staates an.

Wie auch immer man es betrachtet, die Plagen und Seuchen, deren Zeuge wir in letzter Zeit geworden sind, erinnern uns an schlimmere Ereignisse, die noch kommen werden, wie sie in der Apokalypse (oder Offenbarung) – dem letzten Buch der Bibel – beschrieben werden und wo die bevorstehende Rückkehr Jesu hervorgehoben wird.

Auch der Prophet Jesaja beschreibt in Kapitel 24 seines Buches eine Zeit, in der die ganze Erde verwüstet wird. Es ist das Werk des Herrn, es wird jeden betreffen, und die Erde wird tatsächlich unter einem Fluch stehen (V.6) – nicht, weil wir es versäumt haben, das Dogma des Klimawandels zu predigen, sondern weil wir seine Gesetze missachtet haben.

Die Passage spricht sogar von Leuten, die seufzen, weil es an Wein mangelt (V.7), während andere freudig das Lob des Herrn singen (V.14). Es ist eine Zeit des Gerichts über die Rebellion der Welt, die in der glorreichen Herrschaft des Messias gipfelt (V.23).

Die Aussicht auf leere Sport- und andere Unterhaltungsstadien in einem Land, das es der LGBTQ-Gemeinschaft ermöglicht hat, die Tür zur Verkündigung des Evangeliums zu schließen, erinnert uns daran, dass wir für das Schütteln unserer Fäuste vor Gott einen Preis zu zahlen haben.

Wie sagte mir ein befreundeter, gläubiger Arzt am vergangenen Samstag: Der Impfstoff, oder das Gegenmittel, für die gegenwärtige Krise ist Buße!

Viele könnten durchaus der Ansicht sein, dass ihnen unter den gegenwärtigen Umständen ihre Freiheit gestohlen wurde. Aber in Wirklichkeit ist es, wie der Rabbiner sagt, eine wunderbare Gelegenheit, echte Freiheit zu kosten, vielleicht zum ersten Mal.

Ungläubigen wird die Freiheit, von der sie dachten, dass sie sie hätten, eines Tages geraubt, wenn Jesus „wie ein Dieb in der Nacht“ kommt. (1. Thess 5,2)

Lasst uns in dieser Pessachzeit dafür sorgen, dass wir die wahre Freiheit haben, indem wir unsere Herzen mit dem Blut Christi, unseres Pessach-Lammes, kennzeichnen.

Israel Today Newsletter

Daily news

FREE to your inbox

Israel Heute Newsletter

Tägliche Nachrichten

KOSTENLOS in Ihrer Inbox