MitgliederPALÄSTINENSISCHER STAAT: Wo Links und Rechts sich treffen

Die zeitliche Nähe eines Interviews mit dem ehemaligen Außenminister Shlomo Ben-Ami (im Bild) in der Maariv vom 22. September und die Bekanntgabe eines Plans aus der Feder des Knessetabgeordneten Bezalel Smotrich zur Annexion des Westjordanlandes (bei einer Konferenz der Partei Beit Jehudi) ist schon ziemlich auffällig.

von Tsvi Sadan |
Foto: Creative Commons

 Der weit links positionierte Ben-Ami nahm im Jahr 2000 als israelischer Außenminister an der Camp-David-Friedenskonferenz zwischen Ehud Barak und Jassir Arafat teil. Man hätte den Palästinensern, wenn sie nur gewollt hätten, beinahe das gesamte Westjordanland gegeben, dazu Gaza und den Tempelberg.

Diese „Friedensgespräche“ führten zu 1137 toten und 8341 verletzten Israelis. Inzwischen lehrt Ben-Ami übrigens in Spanien Konfliktlösungsprozesse. Der eindeutig rechtsgerichtete Smotrich und seine Fraktion stellten nun einen Plan vor, der dem von Ben-Ami komplett entgegengesetzt ist.

In dem Interview gibt Ben-Ami, der für das Blutbad, das auf Camp David folgte, keinerlei Reue zu empfinden scheint, endlich zu, dass „es im Grunde unmöglich ist, hier zwei Staaten zu beherbergen“. „Schluss mit der Besatzung!“, fährt er fort, „ist ein leerer Slogan, denn für die Palästinenser würde dies zu einem Ministaat führen, der zwischen zwei anderen Staaten eingeklemmt wäre, die ihn nicht gerade mögen. Die Palästinenser unter Arafat, der einzige, der einen Friedensvertrag hätte unterzeichnen können, haben Israels großzügigstes Angebot abgelehnt.“

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