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NSO sperrt mehreren Regierungskunden den Zugang zur Pegasus-Spionagesoftware

Das Unternehmen besteht jedoch darauf, dass seine Plattform nicht nachweislich mit illegalem Verhalten in Verbindung gebracht wurde

Verteidigungsminister Benny Gantz eilte nach Paris, um den Franzosen zu versichern, dass sie nicht von israelischer Spionagesoftware angegriffen worden waren. Foto: Yonatan Sindel/Flash90

Das israelische Cybersicherheitsunternehmen NSO bestätigte letzte Woche, dass es einer Reihe ausländischer Regierungskunden den Zugang zu seiner Spionageplattform Pegasus gesperrt hat, da diese die Software angeblich gegen Journalisten, Dissidenten und Menschenrechtsaktivisten eingesetzt haben.

„Es gibt eine Untersuchung gegen einige Kunden. Einige dieser Kunden wurden vorübergehend gesperrt“, sagte eine Quelle des Unternehmens gegenüber National Public Radio in den USA. Die Quelle versicherte jedoch, dass eine interne Untersuchung bisher keinen Zusammenhang zwischen illegalem Verhalten und der Pegasus-Software ergeben habe.

Laut einer internationalen Medienuntersuchung war eine Liste von etwa 50.000 Personen, die von Pegasus überwacht wurden, durchgesickert. Darunter befanden sich nicht nur Journalisten, Dissidenten und Menschenrechtsaktivisten, sondern auch einige Staatsoberhäupter, wie der französische Präsident Emmanuel Macron.

Der israelische Verteidigungsminister Benny Gantz flog letzte Woche nach Paris, um die Spannungen abzubauen, und versicherte seinen Gastgebern, dass Macron nicht ins Visier von Pegasus geraten sei. Pegasus ist in der Lage, die Kamera und das Mikrofon eines Mobiltelefons zu aktivieren und alle verfügbaren Daten für seine Betreiber zu sammeln.

Die Software wurde an Regierungsbehörden vieler Länder lizenziert, darunter auch an solche mit einer fragwürdigen Menschenrechtsbilanz.

Dennoch betonte Gantz in einer offiziellen Erklärung, dass „der Staat Israel den Export von Cyber-Produkten ausschließlich an staatliche Stellen genehmigt, und zwar für den rechtmäßigen Gebrauch und nur für den Zweck der Verhinderung und Untersuchung von Verbrechen und der Terrorismusbekämpfung“.

Pegasus ist als Cyberwaffe eingestuft, und als solche bedarf seine Lizenzierung an ausländische Kunden der Genehmigung des Verteidigungsministeriums.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie unter: Was sagen Israelis über den NSO-Spionageskandal?

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Patrick Callahan

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