Bild: Rauch über einem Feld auf der israelischen Seite der Grenze (Foto: Basel Awidat/Flash90)
Die syrische Armee hat gestern Rebellen mit Mörsergeschossen angegriffen da sie fürchtet, diese könnten die Strasse nach Damaskus erreichen. Bei dem Beschuss nahmen sie in Kauf, dass einige der Mörsergranaten eventuell auf die israelische Seite der Grenze fallen würden, was auch geschah. Zum ersten Mal seit längerer Zeit landeten einige der Mörsergranaten auf der israelischen Seite der Grenze unweit von Feldern israelischer Bauern. Insgesamt sollen gestern nicht weniger als zehn Mörsergranaten im Golan explodiert sein.
Die israelische Armee entschied, Ausflügler, die mit dem Pflücken von Kirschen beschäftigt waren, aus der Gefahrenzone zu bringen. Die Landwirte wurden aufgefordert, sich nicht auf die Felder zu begeben und sich von der Grenze fernzuhalten. Danach reagierte sie mit Angriffen auf Panzer der syrischen Armee und einem Standort, von wo aus die Mörsergranaten abgeschossen worden waren.
Bei den Angriffen sollen Berichten aus Syrien zufolge einige Menschen ums Leben gekommen sein. Die syrische Armee beschuldigt Israel, die Rebellen in Syrien zu unterstützen.
Der israelische Verteidigungsminister Avigdor Lieberman mache den syrischen Präsidenten Assad für den Vorfall verantwortlich. „Wir sind nicht bereit, nach dieser Verletzung unserer Souveränität und der Gefährdung unserer Sicherheit zur Tagesordnung überzugehen, auch wenn es sich um verirrte Geschosse bei den Kämpfen zwischen den Rebellen und den syrischen Regierungstruppen handelt“, sagte Lieberman.
Die israelische Armee veröffentlichte ein Video von den Luftangriffen auf syrische Ziele:




