Der amerikanische Autor hatte dieses Reisetagebuch anlässlich seiner Weltreise im Jahr 1867 verfasst. Höhepunkt war die Durchquerung des Heiligen Landes. Twains Erlebnisse in Eretz Israel, seine Beschreibungen von Landschaften und Ortschaften sind ein faszinierendes Zeugnis aus Perspektive des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Die einzelnen Kolumnen schickte er noch während der Reise nach Hause, wo sie in der amerikanischen Presse veröffentlicht wurden. „Die Arglosen im Ausland“ wurde in Amerika sofort zum Bestseller.
Ü ber hundert Jahre sind seitdem vergangen. Mark Twains Beschreibung steht in krassem Gegensatz zu einem Bild des Heiligen Landes, wie es sich vielleicht der Bibelleser macht und wie es in mancher Literatur von Pilgern erscheint. Das Buch ist humorvoll, sarkastisch und manchmal sogar vulgär geschrieben. Von allen Ländern mit armseliger Landschaft war das Land Israel wahrscheinlich das armseligste. Der Weltenbummler beschreibt kahle Hügel, blasse Farben, ein Land mit unkultiviertem Boden, verödet, versumpft, menschenleer. Er macht für den Dreck und die Armut das osmanische Reich verantwortlich. Täler, die wie hässliche Wüsten aussehen, kümmerlich bewachsen, alles sieht trocken und verlassen aus. Das Landschaftsbild signalisiert Kummer und Verzweiflung. Israel sah...
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