Eine zehntägige Waffenruhe mit dem Libanon wurde von US-Präsident Donald Trump verkündet, noch bevor das israelische Sicherheitskabinett überhaupt entschieden hatte. Zwei israelische Soldaten sind am Wochenende während der Waffenruhe im Libanon gefallen. Selbst Ministerpräsident Benjamin Netanjahu räumte ein, dass Israel „auf Bitte von Präsident Trump“ zugestimmt habe. Für viele Israelis war das ein Schock: Über ihre Sicherheit wurde offenbar anderswo entschieden. Der Schritt löste in Jerusalem Ärger aus und machte sichtbar, wie groß der amerikanische Druck geworden ist. Netanjahu sprach später von einer „historischen Chance auf Frieden mit dem Libanon“. War es Kapitulation oder ein kalkulierter Schachzug, um im entscheidenden Ringen mit Iran, dem Atomprogramm und der Straße von Hormus größere Ziele zu erreichen?
In der arabischen Welt kursiert bereits eine andere Deutung: Israel habe der Waffenruhe nur zugestimmt, um Irans Bluff offenzulegen. Denn hinter den Kulissen läuft oft etwas ganz anderes ab, als öffentlich erzählt...
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