Juden für Apartheid

Nein, Israel ist kein Apartheidstaat, aber einige linke Juden würden es gerne zu einem machen

Foto: Illustration - Tomer Neuberg/Flash90

Wenn Sie wirklich verstehen wollen, was in Israel passiert, sollten Sie den renommierten Kolumnisten der New York Times, Thomas Friedman, ignorieren, der Sie glauben machen könnte, dass Netanjahu die Operation „Wächter der Mauern“ zu seinem eigenen Vorteil gestartet hat. Dieses hässliche und falsche Narrativ, das jetzt von progressiven Juden übernommen wird, hat nichts mit der Realität zu tun, und alles mit einer gefährlichen antizionistischen Agenda.

In seiner Kolumne sagt Friedman, dass „so wie ein Mob von Präsident Donald Trump entfesselt wurde, um unser Kapitol am 6. Januar zu plündern, in einem letzten Versuch, die Wahlergebnisse zu kippen und zu verhindern, dass ein Heilsbringer Präsident wird, so haben Bibi und Hamas jeweils ihren eigenen Mob ausgenutzt oder genährt, um zu verhindern, dass eine beispiellose nationale Einheitsregierung in Israel entsteht – ein Kabinett, das zum ersten Mal israelische Juden und israelische arabische Muslime gemeinsam umfasst hätte.“

Laut Friedman ist der Likud, der 30 Sitze vertritt, ein Capitol Hill ähnlicher Mob, der versucht, die Wahl zu kippen. Der zersplitterte Linksblock hingegen steht für eine traumhafte Einheitsregierung, die arabische Muslime einschließt. Aber jetzt, wegen Bibi, ist dieser Traum im Rauch der jüdischen Wohnungen und Synagogen aufgegangen, die von arabischen Muslimen in den Städten Lod und Akko und Jaffa verbrannt wurden. Es hat sich nur ereignet, weil Bibi „die Anderen“ dazu angestiftet hat, Juden zu erschlagen. Dieser ungeborene Fötus namens „Einheitsregierung“ wurde, so erzählt uns Friedman, erst abgetrieben, nachdem Bibi mit seiner Aufhetzung von Arabern, die versuchten, Juden am Damaskus Tor in der Altstadt zu töten, Israel in den Bauch getreten hat.

Laut Friedman ist Bibi nicht besser als Israels Feind, der Hamas-Führer Yahya Sinwar, der für sein eigenes Machtspiel, so sagt uns Friedman, beschlossen hat, Raketen auf Jerusalem zu schießen. Beide sind tyrannische Führer, die sich undemokratisch an der Macht halten. Das Erstaunliche an Friedman ist, dass er all dies sagt, während er zugibt, dass Raam und Hamas die gleichen Ziele verfolgen. „Die Vereinigte Arabische Liste, auch bekannt als Raam, angeführt von Mansour Abbas“, sagt er, „ist eine israelisch-arabische Partei der ‚islamischen Bewegung‘, die aus dem gleichen weiten Bereich des politischen Islams kommt wie die Hamas, nur dass sie gewaltfrei ist.“ Dieser „breite Bereich“, um daran zu erinner, beinhaltet auch die Ausrottung Israels (gewaltlos). Und so „gewaltlos“ wie Raam ist, verursachen Beduinen, die für diese Partei gestimmt haben, wie Friedman sicher weiß, Verwüstungen in Israels Süden.

Jeder Satz in Friedmans Kolumne spiegelt die Gefühle jener „Juden gegen Apartheid“ wider, die in Wirklichkeit Juden für Apartheid sind und gegen Juden protestieren, die in der Nachbarschaft von Simon dem Gerechten leben, den sie lieber Scheich Jarah nennen. Dieselben Juden, die zusammen mit dem Pro-Palästina-Mob schreien, dass alle Juden aus dem zukünftigen palästinensischen Staat im Westjordanland umgesiedelt werden sollten. Apartheid, falls es jemandem entgangen ist, ist das Markenzeichen von Jews Against Apartheid.

Und nein, lassen Sie sich von Friedman nicht täuschen. Seinesgleichen spiegelt nicht die jüdische Mehrheit Israels wider. Nicht im Entferntesten. Er kann Netanjahu den ganzen Tag lang die Schuld geben und dabei vergessen, dass ohne ihn eine rechte Regierung mit etwa 70 Sitzen gestern noch Realität hätte sein können.

 Es ist nicht ohne Grund, dass eine wachsende Zahl von Israelis jetzt versteht, sicherlich viel besser als vor einer Woche, als israelische Araber anfingen, Juden anzugreifen, warum das wichtigste tägliche Gebet, die Amidah, den Teil enthält, in dem es heißt: „Möge es keine Hoffnung für Denunzianten geben, und mögen alle Ketzer und alle Bösen augenblicklich umkommen; mögen alle Feinde Deines Volkes schnell ausgerottet werden; und mögest Du die Herrschaft des Bösen in unseren Tagen schnell entwurzeln, brechen, zermalmen und unterwerfen.

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