(JNS) Jordanien bescherte Israel den zweiten Sieg in Folge bei dessen erstmaliger Teilnahme an der FIBA U19-Basketball-Weltmeisterschaft, indem das arabische Land sich weigerte, am Sonntag in Lausanne, Schweiz, zum Spiel anzutreten.
Ammans Verweigerung, gegen Israel anzutreten – aus Protest gegen dessen Krieg gegen die Terrororganisation Hamas im Gazastreifen – führte zu einem automatischen technischen Sieg mit 20:0 für die Blau-Weißen, nur einen Tag nachdem Israel die Gastgeber mit 102:77 überrollt hatte. Jordanien hatte zuvor mit 69:79 gegen die Dominikanische Republik verloren, die dritte Mannschaft in Gruppe C.
Israel wird am 1. Juli gegen die Dominikanische Republik antreten.
Das Spiel zwischen Israel und der Schweiz wurde von einem anti-israelischen Protest gestört: Ein Demonstrant stürmte das Spielfeld und schwenkte eine PLO-Flagge, begleitet von hörbarem Pfeifen im Publikum. Der Eindringling wurde rasch von Sicherheitskräften vom Spielfeld entfernt.
🇵🇸🇮🇱🇨🇭 Pro-Palestine protestor storms the court during the FIBA U19 game between Israel and Switzerland pic.twitter.com/74E16zDPKi
— HOT SPOT (@HotSpotHotSpot) June 29, 2025
Die FIBA entschied sich dagegen, Jordanien wegen des Boykotts zu disqualifizieren, um die Vorrunde der Playoffs nicht zu stören.
„Im Namen des Basketballverbands bedauere ich die Entscheidung des jordanischen Teams“, erklärte der Vorsitzende des israelischen Basketballverbands, Amos Frishman, in einer Stellungnahme.
„Ich hatte gehofft, dass die Jordanier dennoch antreten würden, um allen zu zeigen, dass es auch anders geht – gerade in dieser Zeit. Ich glaube, dass Sport eine Brücke zwischen Völkern und Kulturen ist und keine politische Bühne. Ich hoffe, dass es künftig keine Zweifel mehr an der Austragung solcher Spiele geben wird“, so Frishman weiter.
Jordanien hat 1994 einen Friedensvertrag mit Israel unterzeichnet, doch die jordanische Öffentlichkeit – mehrheitlich palästinensischer Herkunft – steht dem jüdischen Staat tief feindselig gegenüber.




