Konflikt

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Jerusalemer Busschütze wurde vorzeitig aus der Haft entlassen

Es ist nicht das erste Mal, dass Israels Nachsicht gegenüber palästinensischen Sicherheitsgefangenen zu israelischen Opfern geführt hat.

Acht Verletzte bei dem Schussangriff auf einen Bus in der Nähe der Jerusalemer Altstadt, 14. August 2022. Foto: Israelischer Pressesprecher

(JNS) Der Terrorist, der am Sonntagmorgen in der Nähe der Jerusalemer Altstadt acht Menschen verwundete, war ein verurteilter Krimineller, der nach fünf Jahren einer achtjährigen Haftstrafe wegen guter Führung entlassen worden war, wie israelische Medien berichten.

Amir Sidawi wählte den Busbahnhof in Ma’ale HaShalom für den Anschlag aus, weil dort keine Sicherheitskameras installiert waren, wie der israelische Sender Channel 12 berichtete. Nachdem er dort das Feuer auf einen Bus und Passanten eröffnet hatte, floh er auf einen Friedhof im nahe gelegenen Silwan, wo er sein Handy liegen ließ. Er bat eine Familie in der Nachbarschaft um Hilfe, die ihm jedoch verweigert wurde, so der Bericht. Anschließend versteckte er sich in einem LKW auf dem Weg nach Beit VeGan, einem Viertel im Südwesten Jerusalems, wo er sich laut Channel 12 der Polizei stellte.

Nach Angaben des israelischen Nachrichtenportals Ynet nahm er anschließend ein Taxi zu einer nahe gelegenen Polizeistation. Die bei dem Anschlag verwendete Waffe ließ er dem Bericht zufolge auf dem Boden des Taxis liegen.

Sein Motiv für den Angriff sei „Verzweiflung über das Leben“ gewesen, sagte er der Polizei.

Bei seiner Vernehmung stellte sich heraus, dass Sidawi wegen verschiedener Gewaltdelikte, darunter die Tötung eines Mannes in einem Konflikt zwischen verschiedenen Familienclans, zu acht Jahren Haft verurteilt worden war.

Sidawi wurde jedoch bereits nach fünf Jahren wegen guter Führung und der Teilnahme an einem Bildungs- und Behandlungsprogramm aus dem Gefängnis entlassen, berichtete Channel 12.

Die israelische Polizei war wegen der Schwere seines Verbrechens gegen seine vorzeitige Entlassung, auch weil sie der Meinung war, dass der Clan-Konflikt, in den er verwickelt war, noch nicht beendet war.

Ein Jahr nach seiner Entlassung beantragte Sidawi die Aufhebung bestimmter Einschränkungen, die ihm bei seiner Entlassung auferlegt worden waren. Die Polizei protestierte erneut, doch das Gericht gab seinem Antrag statt. Vor drei Monaten wurden die Beschränkungen dem Bericht zufolge aufgehoben.

Von den acht Opfern der Schießerei vom Sonntag meldete der medizinische Rettungsdienst Hatzalah am Montag, dass sich der Zustand der beiden Schwerverletzten über Nacht verbessert habe und ihr Leben nicht mehr in Gefahr sei.

Auch der Zustand eines nach einem Notkaiserschnitt entbundenen Säuglings und einer 35-jährigen Frau, die bei dem Anschlag Bauchverletzungen erlitten hatte, habe sich stabilisiert und verbessert, berichtete  Hatzalah.

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Patrick Callahan

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