Jerusalem präsentiert sich als „Stadt des Friedens“ inmitten des russisch-ukrainischen Krieges

Die Mauern der Altstadt Jerusalems waren kurzzeitig mit einer russischen und einer ukrainischen Flagge beleuchtet, zusammen mit Bibelversen, die zum Frieden aufrufen

von Israel Heute Redaktion | | Themen: Jerusalem, Russland, Ukraine
Die Mauern Jerusalems leuchteten mit den Flaggen Russlands und der Ukraine und einem Angebot zur Friedensvermittlung. Foto: Yonatan Sindel/Flash90

Israel mischt sich immer weiter in die Krise zwischen Russland und der Ukraine ein, und Jerusalem ist offenbar bereit, Gastgeber für Waffenstillstandsgespräche zwischen den beiden Ländern zu sein. Am Wochenende wurden die Flaggen Russlands und der Ukraine auf die Mauern der Altstadt von Jerusalem projiziert, zusammen mit dem Bild zweier Tauben und den Worten: „Er, der Frieden macht in seinem hohen Himmel. Wir warten auf dich.“

Der Satz „Er, der in seinem hohen Himmel Frieden stiftet“ (hebräisch Oseh Shalom Bimromav) stammt aus Hiob 25,2. Dieser Vers hat Eingang in zahlreiche Teile der jüdischen Liturgie gefunden und wird immer mit der Bitte verbunden, Gott möge seinen Frieden auch über das Volk Israel bringen:

„Er, der in der Höhe Frieden stiftet, möge auch über uns und ganz Israel Frieden stiften; und sie sagten alle: Amen.“

Jerusalem war natürlich während eines Großteils seiner Geschichte alles andere als eine Stadt des Friedens, selbst nach der Wiedervereinigung unter israelischer Herrschaft. Daher wird die Gelegenheit, die Heilige Stadt als Ort der Vermittlung und des Friedens zu präsentieren, von den israelischen Behörden natürlich gerne genutzt.

In einer am Wochenende von der Jerusalemer Stadtverwaltung veröffentlichten Erklärung heißt es:

„Jerusalem, die Hauptstadt des Staates Israel, ist eine Stadt des Friedens und der Koexistenz. Wir sind für ein Ende der Kämpfe und für eine Verständigung zwischen den Parteien. Wir würden gerne der Bitte des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Zelensky nachkommen und den diplomatischen Dialog zwischen den beiden Ländern hier in Jerusalem ausrichten.“

Werden die russisch-ukrainischen Friedensgespräche ausgerechnet in Jerusalem stattfinden? Die Zeit wird es zeigen, aber wenn ja, wäre das ein bemerkenswertes Ereignis und ganz sicher ein „Zeichen der Zeit“.

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