Israels größte Stadt zählt über 900.000 Bewohner, 10 Prozent der israelischen Bevölkerung. 63 Prozent sind Juden (580.000), 37 Prozent Araber (350.000). Eine Jerusalemer Frau hat statistisch gesehen 3,9 Kinder, im Rest Israels sind es nur 3,11. Allerdings empfindet vor allem die junge Generation Jerusalem als eine Art Sackgasse.
Jerusalems Geschichte und die geistliche Erwartung in der Stadt machen das Leben in Jerusalem im Vergleich zu Tel Aviv oft schwieriger. Zwei Drittel der jüdischen Bevölkerung Jerusalems sind orthodoxe und religiöse Juden, ein Drittel sind traditionelle und säkulare Juden. Die orthodox-religiöse Mehrheit verlangt von Jerusalem ein sozusagen heiliges Verhalten. Sie hätten am liebsten ein Jerusalem, in dem am Schabbat Restaurants und Geschäfte geschlossen hätten und keine Autos fahren. Gegen so etwas sperren sich die säkularen Bürger in Jerusalem.
Meine eigene Erfahrung ist diese: Außer mir selbst leben oder arbeiten nur zwei meiner ehemaligen Schulkameraden in Jerusalem. Von allen anderen wissen wir, dass sie Jerusalem verlassen haben, hauptsächlich, weil Jerusalem eher eine Stadt für religiöse Leute ist, und das gilt für Juden, Christen und Araber.
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