(JNS) Wir leben in seltsamen Zeiten. Juden in der Diaspora im Westen fragen sich, ob sie nach Israel auswandern sollten, während immer mehr Israelis darauf bestehen, dass sie das Land verlassen möchten. Es ist eine faszinierende Gegenüberstellung, die zeigt, dass die Israelis weder begreifen, in welchem Ausmaß der Judenhass im Westen wieder normalisiert wurde, noch dass sie nicht vollständig erkennen, dass Israel eine sehr vielversprechende Zukunft hat.
Es ist kaum verwunderlich, dass viele Israelis unzufrieden sind. Sie haben zwei Jahre ununterbrochener Kriege, eine langwierige Geiselkrise, anhaltende Terroranschläge, ein verfassungsrechtliches Chaos und eine so dysfunktionale Regierung hinter sich, dass sie ideologischen Pyromanen den Aufstieg in Ministerämter ermöglicht hat. Im Jahr 2024 verließen etwa 82.700 Israelis das Land, mehr als die 55.280, die zugewandert waren.
Seltsamerweise hat dies etwas Heilsames. Es bedeutet, dass der Zionismus erfolgreich war. Israel ist so normal geworden, dass seine Bürger die gleichen ermüdenden bürgerlichen Ängste haben wie alle anderen auch, einschließlich der immerwährenden Fantasie, dass das Gras woanders grüner ist. Es gab eine Zeit, in der viele Juden Israel als ihre einzige...
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