Israelis sollen sich bei der Fußball-WM in Katar unauffällig verhalten

Tausende von Israelis strömen zur Fußballweltmeisterschaft in Katar, werden aber gewarnt, alle Zeichen zu verbergen, die sie als Juden ausweisen könnten.

von Israel Heute Redaktion | | Themen: Arabische Welt
Eine palästinensische Jugendmannschaft mit dem Symbol der Fußballweltmeisterschaft in Katar, wo befürchtet wird, dass Israels Gegner jüdische Fans angreifen könnten. Foto: Abed Rahim Khatib/Flash90

Heute beginnt im Golfstaat Katar die Fußball-WM 2022. Katar unterhält keine diplomatischen Beziehungen zu Israel (es erkennt den jüdischen Staat nicht offiziell an), hat aber Israelis erlaubt, zu den Spielen zu kommen.

Man befürchtet jedoch, dass Israelis in dem ultrakonservativen muslimischen Staat zur Zielscheibe gewalttätiger Übergriffe werden könnten, zumal Katar enge Beziehungen zur palästinensischen Terrorgruppe Hamas unterhält.

Auch mit dem Iran, Israels Erzfeind in der Region, pflegt Katar enge Beziehungen, und natürlich werden auch Tausende von Iranern bei der WM dabei sein.

Die Situation ist also angespannt.

Vor diesem Hintergrund wandte sich der ranghohe israelische Diplomat Lior Haiat mit der folgenden Warnung an Israelis, die nach Katar reisen:

“Die iranische Mannschaft wird an der Weltmeisterschaft teilnehmen, und wir schätzen, dass Zehntausende von Fans sie begleiten werden. Außerdem wird es weitere Fans aus Golfstaaten geben, mit denen wir keine diplomatischen Beziehungen unterhalten.”

“Spielen Sie Ihre israelische Präsenz und Ihre israelische Identität im Interesse Ihrer persönlichen Sicherheit herunter.”

Lokalen Medienberichten zufolge haben etwa 12.000 Israelis (4.000 Juden und 8.000 Araber) Visa für die Einreise nach Katar und den Besuch der Fußball-WM erhalten. Es wird geschätzt, dass weitere 8.000 israelische Juden mit doppelter Staatsbürgerschaft ihre ausländischen Pässe für die Einreise nutzen werden.

Tausende von Israelis strömen zur Fußballweltmeisterschaft in Katar, werden aber gewarnt, alle Zeichen zu verbergen, die sie als Juden ausweisen könnten.

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