Einem Bericht des US-Nachrichtenportals Axios zufolge hat Israel die US-Regierung darüber informiert, dass ein aktuelles Raketenmanöver der Islamische Revolutionsgarden als Deckmantel für einen möglichen Angriff des Iran auf Israel dienen könnte. Die israelischen Streitkräfte agieren seither mit erhöhter Vorsicht.
Nach Einschätzung israelischer Sicherheitskreise könnten militärische Übungen Teherans dazu dienen, operative Vorbereitungen zu verschleiern. Vor diesem Hintergrund informierte Generalstabschef Eyal Zamir den Chef des US-Zentralkommandos, Brad Cooper, über die Bedenken Jerusalems und drängte auf enge operative Koordination. Cooper traf sich am Sonntag in Tel Aviv mit Zamir sowie weiteren hochrangigen Offizieren der Israelischen Armee.
🚨🚨🚨Israel warned the Trump administration over the weekend that an Iranian Revolutionary Guard Corps missile exercise could be preparations for a strike on Israel. My story on @axios https://t.co/ieiqiw3yIT
— Barak Ravid (@BarakRavid) December 21, 2025
US-Geheimdienste haben bislang keine Hinweise auf einen unmittelbar bevorstehenden iranischen Angriff festgestellt. Gleichwohl betonen israelische Stellen, dass man seit dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023 besonders aufmerksam agiere. Die zunehmenden Raketenbewegungen der Islamischen Revolutionsgarden würden eine erhöhte Bereitschaft erforderlich machen.
Auch politisch steht das Thema im Fokus. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu will bei seinem anstehenden Treffen mit US-Präsident Donald Trump die iranische Raketenaufrüstung sowie mögliche Eskalationsszenarien erörtern. Das Gespräch ist für den 29. Dezember in Florida geplant.
In Jerusalem wird betont, dass es nicht um Dramatisierung, sondern um Vorsorge gehe. Militärische Übungen könnten jederzeit in reale Angriffe übergehen. Entsprechend bereitet sich Israel auf unterschiedliche Szenarien vor – in enger Abstimmung mit den USA und mit dem klaren Signal, dass potenzielle Bedrohungen ernst genommen werden.




