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Israel „nicht überrascht“ über iranische Kriegsverbrechen

Streumunition trifft Kindergarten – zahlreiche Verletzte bei Angriffen auf zivile Ziele.

Die Szene, in der eine vom Iran auf Israel abgefeuerte Rakete Schäden an Wohngebäuden in der südisraelischen Stadt Arad verursachte, 22. März 2026. Foto: Chaim Goldberg/Flash90

Israels Verteidigungsminister Israel Katz erklärte am Samstag, Jerusalem sei „nicht überrascht“ von dem, was er als iranische Kriegsverbrechen bezeichnete. Zuvor hatte eine Rakete mit Streusprengkopf einen Kindergarten im Zentrum Israels getroffen, während weitere Angriffe auf Wohngebiete zahlreiche Verletzte forderten.

In den Morgenstunden des Schabbats verteilte ein Streusprengkopf Submunition auf insgesamt elf Einschlagsorte in der Stadt Rischon LeZion. Einer der Treffer traf einen Kindergarten, der zu diesem Zeitpunkt leer war. An einem regulären Werktag hätte dies zu einer großen Zahl von Opfern führen können.

Später kam es auch im Süden Israels zu weiteren Angriffen auf Wohngebiete, die zu einer hohen Zahl von Verletzten führten und die örtlichen Rettungsdienste stark belasteten. Das Soroka Medical Center in Beersheva wurde in den Notfallmodus versetzt.

Iranische Raketen treffen Arad und Dimona – über 100 Verletzte im Süden Israels

Luftaufnahmen, die von United Hatzalah veröffentlicht wurden, zeigten ein weitläufiges Schadensgebiet mit zerstörten Wohngebäuden.

Die israelischen Streitkräfte räumten ein, dass es nicht gelungen sei, alle Raketen abzufangen. Dass iranische Raketen ihre Ziele erreichten, unterstreiche, so Katz, dass gezielt zivile Ziele ins Visier genommen wurden.

Bei seinem Besuch des betroffenen Kindergartens in Rischon LeZion sagte Katz, das Verhalten des iranischen Regimes entspreche den Erwartungen. „Das ist ein Kriegsverbrechen“, betonte der Verteidigungsminister, „aber es überrascht nicht, weil das iranische Regime ein terroristisches Regime ist.“

Seit Beginn des Krieges hat der Iran nach israelischen Angaben wiederholt Streumunition gegen Israel eingesetzt. Die Sprengkörper sind nicht in erster Linie darauf ausgelegt, Infrastruktur zu zerstören, sondern möglichst viele Menschen zu verletzen. Ihre Wirkung ist flächendeckend und nicht zielgerichtet.

Weitere Angriffe im Süden Israels forderten zahlreiche Verletzte. Einzelheiten zu den Einschlägen in Arad und Dimona wurden bereits gesondert berichtet.

Beschuss aus dem Libanon

Auch aus dem Libanon kam es zu Raketenbeschuss. Nach Angaben israelischer Rettungsdienste wurden dabei 19 Menschen in Kfar Vradim und Ma’alot-Tarschiha verletzt, überwiegend leicht oder durch Schock. Zuvor hatte eine Salve von zehn Raketen ein Gebäude in Metula direkt getroffen.

Israel setzt Kampf fort

Trotz der Angriffe betonte Katz, dass Israel seinen militärischen Einsatz fortsetzen werde.
„Die Kämpfe werden so lange andauern, wie es notwendig ist. Es gibt sehr bedeutende Erfolge“, sagte er.

Zugleich hob er die „außergewöhnliche und beispiellose Zusammenarbeit“ zwischen Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und US-Präsident Donald Trump hervor. Die Abstimmung auf diplomatischer wie operativer Ebene müsse fortgesetzt werden.

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bezeichnete die Ereignisse nach einem Gespräch mit dem Bürgermeister von Arad, Yair Ma’ayan,  als „einen sehr schwierigen Abend im Kampf um unsere Zukunft“.

Israelische Vertreter betonten, dass die Angriffe – ebenso wie Irans Vorgehen gegenüber arabischen Nachbarstaaten und frühere Angriffe auf internationale Ziele – einmal mehr zeigten, dass es sich um ein gefährliches und ideologisch geprägtes Regime handelt, dessen militärische Fähigkeiten gestoppt werden müssten.

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Patrick Callahan

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