Israel Heute Morgen – Waschmaschinen in Judäa

Dass die EU Israelis und israelische Firmen, die in Judäa und Samaria leben und tätig sind, benachteiligt, sind wir leider gewohnt. Doch dass auch israelische Firmen sich oft weigern, dort lebenden Israelis ihre Dienste anzubieten oder gekaufte Waren zu liefern, das darf einfach nicht sein. Eine neue Bestimmung soll damit jetzt schluss machen.

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Guten Morgen liebe Leser!

Der Sommer scheint nun endgültig die Kontrolle über das Wetter bekommen haben, das sich kaum verändert. Jeden Tag ist es einfach nur warm, mal etwas mehr, mal etwas weniger. Daher sind auch die Wetterberichte jetzt immer sehr kurz. Die morgendlichen Staus sind hier in Israel Teil des Alltags, an die man sich einfach gewöhnen muss, wenn man später als sonst nach Jerusalem fährt, so wie ich in den letzten zwei Tagen. Der Tagesablauf ist jetzt in den Sommerferien eben etwas anders als sonst. Aber ich bin froh, dass ich normalerweise immer schon gegen sieben Uhr früh in Jerusalem eintreffe, denn zu der Zeit braucht man für die letzten 3 Kilometer eben keine 20 Minuten, die ich heute dafür brauchte bei der Einfahrt in die Stadt.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Heiter bis wolkig mit einem leichten Anstieg der Temperaturen in den Bergen und im Landesinneren. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 28 Grad, Tel Aviv 29 Grad, Haifa 28 Grad, Tiberias am See Genezareth 37 Grad, am Toten Meer 38 Grad, Beersheva 33 Grad, Eilat am Roten Meer 39 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um zweieinhalb Zentimeter gesunken und liegt jetzt bei -213.615 m unter dem Meeresspiegel.

Heute früh hatte ich wegen der Staus wieder einmal etwas mehr Zeit für die morgendlichen Nachrichtenmagazine im Radio. Einer der Berichte ist mir dabei besonders in Erinnerung geblieben. Dass man in Europa die Israelis aus Judäa und Samaria benachteiligt, ist uns leider schon bekannt. Waren, die aus dieser Gegend kommen, müssen laut EU als solche gekennzeichnet werden. Auch werden israelische Firmen, die in Judäa und Samaria tätig sind, in Europa boykottiert, oder es wird dort dazu aufgerufen. So musste die israelische Firma Soda-Stream ihren Firmensitz von Maale Adumim in den Negev bei Beersheva verlegen. 74 arabische Mitarbeiter verloren dadurch ihren Arbeitsplatz. Wahrlich ein “Erfolg” der sich so um den Frieden besorgten Europäer. Vor etwas mehr als zwei Jahren mussten sich die israelischen Mitarbeiter von ihren arabischen Kollegen verabschieden.

Ich dachte immer, dass die Benachteiligung der in Judäa und Samaria lebenden Israelis nur vom Ausland kommt. Doch ich irrte mich. Im Radio wurde von einer Familie aus Judäa berichtet, die sich eine neue Waschmaschine gekauft hatte. Sie hatte nur ein Problem: Niemand wollte ihr die neue Maschine nachhause bringen. Eine andere Familie aus Maale Michmash nicht weit von Jerusalem entfernt, hatte mehr Glück. Sie bekamen die neue Maschine nachhause geliefert, doch die Firma war nicht bereit, einen Techniker zu schicken, um die Maschine fachgerecht anzuschließen. Und warum? Weil sie jenseits der grünen Linie wohnen würden. Viele Firmen sorgen sich um die Sicherheit ihrer Mitarbeiter. Irgendwie absurd, wen man bedenkt, dass es die schlimmsten Terroranschläge in Tel Aviv und Jerusalem, innerhalb der grünen Linie, gab. Nun soll dieser absurden Situation ein Ende bereitet werden. Im Radio wurde heute berichtet, dass im kommenden Monat eine neue Bestimmung in Kraft treten würde, dass israelische Firmen und Geschäfte verpflichtet, anzuzeigen, ob sie nach Judäa und Samaria liefern und Techniker schicken, oder nicht. Dies müsse dem potentiellen Käufer vor dem Kauf erklärt werden. Wer dieser Regelung nicht nachkommt muss mit empfindlichen Geldstrafen rechnen. Dieses Gesetz wurde schon vor einem Jahr von der Knesset verabschiedet, jetzt tritt es endlich in Kraft. ich kann nur hoffen, dass die neue Bestimmung auch wirklich effektiv sein wird. Denn wie können wir von der Welt erwarten, Judäa und Samaria nicht zu boykottieren, wenn sogar israelische Firmen es irgendwie auch machen, wenn sie sich weigern, ihre Service dort anzubieten.

Übrigens gibt es auch innerhalb Israels, also innerhalb der grünen Linie, Entschädigungen, wenn ein Techniker nicht zur bestellten Zeit erscheint. Denn oft muss man sich Urlaub von der Arbeit nehmen, um innerhalb der vereinbarten Zeitspanne zuhause sein ui können. Ind wenn der Techniker dann nicht kommt, ist ein Urlaubstag völlig umsonst verloren gegangen. Ist das vielleicht der grund, warum ich bis jetzt noch keinen Techniker für unsere Klimaanlage bestellt habe?

Und nun wünsche ich Ihnen einen angenehmen Montag und einen guten Beginn der neuen Arbeitswoche. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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