Guten Morgen Israel – Optimismus

Nach der Vereidigung von Joe Biden zum neuen Präsidenten der USA bin ich optimistisch gestimmt, so beliebt Trump auch war, so konnte es nicht weitergehen.

Guten Morgen Israel – Optimismus
Olivier Fitoussi/Flash90

Boker Tov liebe Leser!

Wir haben es wieder geschafft, eine weitere Woche liegt hinter uns. Auch mit dem Regen scheint es erst einmal wieder vorbei zu sein. Draußen scheint jetzt wieder die Sonne von einem wolkenlosen blauen Himmel. Nur die recht kühlen Temperaturen erinnern uns daran, dass wir uns im Winter befinden. Gestern haben wir mehrmals unsere Klimaanlage eingeschaltet, was wir hier in Modiin eigentlich nur sehr selten tun. Aber ich bin froh, dass wir sie auch für die Beheizung unserer Wohnung nutzen können. Die abendlichen Temperaturen sanken gestern in den einstelligen Bereich, nach der Wetter-App meines Handys sollen sie bei 7 Grad gelegen haben. Was Sie vielleicht als milde Temperaturen bezeichnen, gilt bei uns als kalt, so ist das. Auch jetzt zeigt das Thermometer eine Temperatur von 10 Grad, dabei mach der Blick von unserem Garten aus einen sehr frühlingshaften Eindruck.


Sonne und blauer Himmel, aber nur 10 Grad, heute früh

Und wenn wir schon vom Wetter sprechen, dann können wir auch jetzt schon einen Blick auf das Wetter von heute werfen, bitte sehr:

Das Wetter für heute in Israel

Teilweise bewölkt bis heiter mit einem leichten Anstieg der Temperaturen, für die Jahreszeit jedoch weiter etwas zu kühl. In der kommenden Nacht kann es einigen Regionen sogar zu Bodenfrost kommen. Für heute werden folgende Höchsttemperaturen erwartet: Jerusalem 10 Grad, Tel Aviv 15 Grad, Haifa 12 Grad, Tiberias am See Genezareth 15 Grad, am Toten Meer 17 Grad, Beersheva 14 Grad, Eilat am Roten Meer 20 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um weitere fünf (!) Zentimeter gestiegen und liegt jetzt bei – 209.74,5 m unter dem Meeresspiegel. Es fehlen nur noch 94,5 Zentimeter  bis zur oberen Grenze!

Haben Sie sich gestern auch die Vereidigung des neuen US-Präsidenten im Fernsehen angesehen?  Ich habe die Live-Übertragung im Hintergrund laufen lassen, ich wollte schon irgendwie mit dabei sein. Dabei machte ich mir immer wieder Gedanken darüber, wie die Beziehungen zwischen Israeli und den USA von ab sein werden. Ich machte mir Gedanken, keine Sorgen. Eigentlich macht Joe Biden auch einen guten Eindruck, dabei liegt mir das Wort “normal” auf der Zunge. Ja, endlich haben wir wieder einen normalen Präsidenten in Washington, denn so gut es Donald Trump es auch mit uns hier in Israel meinte, so war er doch auch irgendwie unberechenbar. Sein Benehmen nach den Wahlen hat mich schockiert. Joe Biden ist für Israel als ehemaliger Vize-Präsident unter Barak Obama kein Unbekannter. Richtig, Israel hatte es in den acht Jahren der Obama Administration nicht einfach, aber ob weitere vier Jahre mit Trump wirklich so gut gewesen wären? Nach seiner Vorstellung am Ende seiner Amtszeit habe ich da so meine Zweifel. Biden kennt Israel sehr gut, als 30-Jähriger traf er kurz vor Ausbruch des Jom Kippur Krieges Golda Meir und schlug ihr vor, strategisch unbedeutende Gebiete gegen Frieden einzutauschen. Dieser Vorschlag wurde von Golda Meir natürlich abgelehnt. Die Reise nach Israel war Bidens erste Reise in das Ausland nach seiner Wahl zum Senator, er war damals der jüngste Senator der USA, jetzt ist er der älteste US-Präsident.

Werden Sie sich gut verstehen? Der damalige US-Vizepräsident Biden bei einem Treffen mit Netanjahu in Jerusalem im Jahr 2016

Wissen Sie was? Ich werde einfach optimistisch bleiben. Auf mich macht Joe Biden einen positiven Eindruck. Dazu kommt seine spritzend frische Vizepräsidentin Kamala Harris, die wegen ihres jüdischen Ehemannes sicher auch eine besondere Beziehung zu Israel haben wird. Das hoffe ich jedenfalls. Auf mich macht sie einen guten Eindruck. Die kommenden Monate werden zeigen, ob mein Optimismus angebracht war oder nicht. Die US-Botschaft bleibt in Jerusalem, das ist doch schon mal ein gutes Zeichen, oder?

Auch bei uns zu Hause herrscht eine optimistische Stimmung. Unser Sohn hat um Mitternacht seine Quarantäne-Zeit beendet und ist jetzt wieder ein freier Mensch. Heute wird er zum ersten Mal seit einer Woche wieder das Haus verlassen können. Und am Sonntag geht es dann wieder zurück in die Basis der Armee. Sein überraschender “Urlaub” ist vorbei.

Und nun wünsche ich Ihnen im Namen der gesamten Redaktion von Israel Heute ein angenehmes Wochenende und schon jetzt einen gesegneten Schabbat. Bleiben auch Sie optimistisch und machen Sie es gut.

 

Schalom aus Modiin!

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