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Israel Heute Morgen – Irren ist menschlich

Ein paar Worte über den Ort Re’ut, wo man damals nicht unbedingt davon begeistert war, ein Teil der Stadt Modi’in-Maccabim-Re’ut zu werden und warum der March der Nationen in diesem Jahr irgendwie zwischen die Stühle geraten war.

Guten Morgen liebe Leser!

Vielleicht habe ich gestern doch noch etwas zu früh des Eintreffen des Sommers angekündigt. Denn als ich heute früh zum Einkaufen ging, fielen einige Regentropfen auf mich, allerdings war es mit 26 Grad schon recht warm. Es fühlt sich etwas tropisch an. Mit der enormen Hitze vom vergangenen Wochenende sind die jetzigen Temperaturen natürlich nicht zu vergleichen.

Wir haben schon wieder Freitag. Durch die wegen Shavuot verkürzte Arbeitswoche kam er schneller als sonst. Da ich heute keinen Rieseneinkauf machen musste, wie Sie es ja schon von mir gewohnt sind, bin ich in Re’ut geblieben, wo unser Sohn zur Schule geht. Re’ut war früher ein eigenständiger Ort, wurde dann nach aber zusammen mit Maccabim und der neuen Stadt Modi’in mit eingemeindet in die Stadt Modi’in-Maccabim-Re’ut. Aber darüber hatte ich Ihnen ja schon einmal geschrieben. Trotz der Eingemeindung hat Re’ut seinen eigenständigen Charakter beibehalten. Das sieht man schon daran, dass es nur eine einzige Straße gibt, mit der man den Ort erreichen kann, eben so, woe es immer war. Der Rat des Ortes bestand darauf, dass es von keiner anderen Richtung von Modi’in aus erreicht werden kann. Zu Fuß geht das allerdings, was unser Sohn ausnutzt, wenn er mal nicht den Bus nimmt, um zur Schule zu fahren.

Ich denke, die Bürger von Re’ut haben es etwas schwer genommen, nun mit zu Modi’in zu gehören. Das bemerkte ich besonders kurz nachdem wir hier her gezogen waren, vor sechs Jahren. Als wir unsere Kinder an der Schule anmeldeten, fragte man uns, ob wir aus dem Ort seien, damit war natürlich Re’ut gemeint. Leider gab dieses Gefühl auch innerhalb der Schule, wo die Schüler aus Modi’in von denen aus Re’ut etwas ausgegrenzt wurden, was, so empfand ich es, von den Eltern aus kam. Mit der Zeit hat sich das geändert, denn mittlerweile kommt der größter Teil der Schüler aus Modi’in, Re’ut ist von der Stadt von drei Seiten umschlossen. Aber ich gebe zu , es war schon etwas eigenartig zu Beginn unserer Zeit hier. Doch wie gesagt, heute ist dieser Unterschied kaum noch zu verspüren und Re’ut ist für mich ein Teil unseres Zuhauses. Besonders Freitags ist es dort sehr nett, denn dann kommt immer der Bauernmarkt in den Ort, den Sie auf dem heutgen Titelfoto sehen können.

Soviel zu Re’ut, jetzt zurück zum Wetter. Hier ist das Wetter für heute in Israel:

Teilweise bewölkt bis bewölkt mit einem leichten Anstieg der Temperaturen. Überdurchschnittlich warm. Möglichkeit von vereinzelten Regenschauern. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 30 Grad, Tel Aviv 29 Grad, Haifa 29 Grad, Tiberias am See Genezareth 36 Grad, am Toten Meer 37 Grad, Beersheva 34 Grad, Eilat am Roten Meer 39 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen weiteren halben Zentimeter gesunken und liegt jetzt bei -213.395 m unter dem Meeresspiegel.

Und jetzt möchte ich noch etwas zu einem Ereignis sagen, das in der letzten Woche stattgefunden hatte und wegen der zahlreichen Ereignisse in jener Woche auch bei uns irgendwie zwischen die Stühle geraten war. Ich meine damit natürlich den Marsch der Nationen, dieses beeindruckende Ereignis, wo tausende Christen ihre Liebe zu Jerusalem und dem Staat Israel zeigen. Ich weiß, liebe Leser, wir haben dieses Mal nicht darüber geschrieben. Nachdem wir dann immer mehr Zuschriften bekamen, war mir klar, das wir hier etwas verpasst haben. Auch wir machen mal Fehler, irren ist menschlich. Dafür möchte ich mich bei Ihnen entschuldigen, liebe Leser. Die letzte Woche war derartig intensiv mit den Eröffnungen der Botschaften, den Unruhen an der Grenze zum Gazastreifen und die angespannte Lage im Norden, dass wir es einfach nicht geschafft haben, uns mit dieser wunderbaren Veranstaltung zu befassen. Aber glauben Sie mir, ich bewundere diese Menschen, die den weiten Weg nach Jerusalem kommen, um uns ihre Liebe zum Land, zu Jerusalem zu zeigen. Und dieser Marsch fiel in diesem Jahr auf eine ganz besondere Woche. Ich verspreche Ihnen, im kommenden Jahr mit dabei zu sein.

Marsch der Nationen 2018, Jerusalem (Foto: Yonatan Sindel/Flash90)

Und nun, liebe Leser, wünsche ich Ihnen ein wunderbares Wochenende und einen gesegneten Shabbat. Ich wünsche mir, dass es ein ruhiger und friedlicher Shabbat werden wird. Machen Sie es gut.

Shabbat Shalom aus Modi’in!

Dov

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Patrick Callahan

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