Israel Heute Morgen

Ein trauriger Morgen. Sämtliche Zeitungen berichten heute auf ihrer Titelseite fast ausschließlich von der Messerattacke gestern in Gush Etzion und dem Tod des 45-jährigen Vaters von vier Kindern Ari Fuld. Ein paar Worte über die Tage zwischen Neujahr und Jon Kippur und Laubhütten in den Straßen Jerusalems.

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Guten Morgen liebe Leser!

Ein trauriger Morgen. Sämtliche Zeitungen berichten heute auf ihrer Titelseite fast ausschließlich von der Messerattacke gestern in Gush Etzion und dem Tod des 45-jährigen Vaters von vier Kindern Ari Fuld. Auch im Radio und in den Morgennachrichten im Fernsehen wurde fast nur davon berichtet. Als ich heute früh mit der Arbeit an einem Artikel begann, kamen mir beim Schreiben die Tränen. Ich konnte sie nicht unterdrücken. Ich stellte mir vor, wir furchtbar es ist, plötzlich seinen Vater zu verlieren. Wie schlimm muss es für seine Frau sein, die jetzt eine Witwe ist und sich von jetzt an alleine um die Kinder kümmern muss.

Ari Fuld ist das erste Terroropfer des neuen Jahres, was gerade erst begonnen hat. Vielleicht hat es eine Bedeutung, dass er ausgerechnet in den Tagen zwischen Neujahr und Jom Kippur sein irdisches Leben verlässt. Sind doch gerade diese Tage die wichtigsten Tage überhaupt im Judentum. Es sind die Tage, in denen wir uns von unseren Sünden reinigen sollen, der Höhepunkt beginnt morgen Abend, der Jom Kippur. Ich stelle mit vor, wie es für die Familie von Ari Fuld sein muss, den Jom Kippur ohne ihren Vater in der Synagoge zu verbringen. Wie kann man so etwas erklären? Aber vielleicht bekommen sie gerade an diesen wichtigen Tagen die Kraft, die sie brauchen, um mit diesem immensen Verlust zurecht zu kommen. Ihr Vater ist als Held gestorben, bis zu seinem letzten Atemzug hat er gegen den Terroristen gekämpft und dadurch vielleicht weitere Menschenleben gerettet. Ich kann der Familie nur viel Kraft wünschen für das weitere Leben ohne ihren geliebten Sohn, Ehemann und Vater.

Eigentlich wollte ich heute über das Laubhüttenfest schreiben. Wenn man jetzt durch die Straßen von Jerusalem geht, kann man schon überall diese kleinen Hütten sehen (siehe Titelbild). Sie befinden sich auf den Bürgersteigen und auf vielen kleinen Balkons, besonders in den Stadtvierteln der orthodoxen Juden. In den Geschäften und auch auf den Bussen wird für die verschiedenen Laubhütten, den Sukkot, geworben. Es gibt bestimmte Modelle, die sehr schnell aufzubauen sind. Sie sind in verschiedenen Größen erhältlich. Ich habe es irgendwie nie geschafft, uns eine dieser Laubhütten für den Schnellaufbau zu besorgen. Lange Zeit lebtem wir in einer Wohnung ohne Balkon oder Garten und jetzt sind unsere Kinder schon alle erwachsen. Ich habe unsere Terrasse ein paar Mal in eine provisorische Laubhütte verwandelt, die wir dann mit dem typischen Utensilien geschmückt hatten. An diesem Sukkot werden wir die meiste Zeit über nur zu dritt zuhause sein, so werden wir wohl auch diesmal auf eine eigene Laubhütte verzichten. Aber auch alle Restaurants bauen eine Laubhütte, eine Sukka, für ihre Gäste, so dass wir sicher auch diesmal in irgendeiner Laubhütte sitzen werden.

Wer es sich ganz einfach machen will, kann sich so eine aufblasbare Laubhütte zulegen

Pünktlich zum Jom Kippur, der morgen Abend beginnt, soll es etwas wärmer werden. Das passiert leider viel zu oft. Ausgerechnet am Fastentag ist es besonders warm. Das erschwert das Fasten. Wie schön wäre es, am Jom Kippur einmal etwas Regen zu bekommen. Aber auf den werden wir noch etwas warten müssen. Allerdings haben Meteorologen uns Hoffnung auf einen sehr regenreichen und stürmischen Winter gemacht. Ich hoffe sie haben Recht.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Heiter bis wolkig ohne bedeutende Veränderung der Temperaturen, die der Jahreszeit entsprechend sein werden. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 28 Grad, Tel Aviv 29 Grad, Haifa 28 Grad, Tiberias am See Genezareth 36 Grad, am Toten Meer 36 Grad, Beersheva 33 Grad, Eilat am Roten Meer 36 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen weitere zwei Zentimeter gesunken und liegt jetzt bei -214.33 m unter dem Meeresspiegel

Und nun wünsche ich Ihnen einen angenehmen und ruhigen Tag. Ich hoffe, dass Ari Fuld das letzte Opfer dieses sinnlosen Terrors ist. Leider bin ich nicht sehr optimistisch. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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